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Gondorf kämpft gegen das Regenwasser

Gondorf kämpft gegen das Regenwasser

Die Kanalisation in Gondorf ist bei Starkregen völlig überlastet, weswegen es in der Vergangenheit immer wieder zu Ärger mit überlaufendem Regenwasser kam (der TV berichtete). Nun möchte die Gemeinde das Problem angehen.

Gondorf. "Wir hoffen, dass wir noch einen Nachschlag bekommen", sagt Otmar Kaufmann mit Blick auf den Förderbescheid des Landes, der ihm vor wenigen Wochen von Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, persönlich überreicht wurde. Demnach beteiligt sich das Land mit 250 000 Euro an der Verbesserung der Entwässerung, womit laut Antrag 50 Prozent der Kosten abgedeckt werden.
Doch seit der Antrag gestellt wurde, sind die voraussichtlichen Kosten gestiegen: von 500 000 auf nun gut 600 000 Euro. Und deshalb wäre der Ortsbürgermeister froh, wenn das Land auch entsprechend aufstocken würde. Denn für den Rest müsse die Gemeinde ganz alleine aufkommen, sagt Kaufmann. Die Problematik der Außengebietsentwässerung ist schon lange Thema in Gondorf.

Das auf die Gemeinde unkontrolliert zufließende Wasser des Außengebiets hat in der Vergangenheit bereits größere Schäden sowohl im Ort als auch im angrenzenden Eifelpark verursacht. Um das zukünftig zu vermeiden, hat die Gemeinde ein Ingenieurbüro mit der Planung der Außengebietswasserableitung beauftragt.
"Wir werden insgesamt sechs Rückhaltebecken sowie einen Graben bauen, in dem das Wasser dann versickern kann", sagt Kaufmann. Noch in diesem Jahr solle mit der Errichtung der Becken begonnen werden. "Die Hauptmaßnahme folgt jedoch erst in 2017", fügt er hinzu. Wie Kaufmann erklärt, sollen dann im Zuge des K43-Ausbaus zusätzliche Rohre verlegt werden.

Dadurch soll auch verhindert werden, dass sich - wie in der Vergangenheit des Öfteren passiert - das Regenwasser mit dem Schmutzwasser der Haushalte vermischen kann. uhe