Gräben überwinden

BITBURG. (red) Viele Gäste aus Politik, Gesellschaft und aus dem Bereich der Alten- und Krankenpflege hat DRK-Kreisgeschäftsführer Wolfgang Rieder aus Anlass der Eröffnung der Beratungs- und Koordinierungsstelle (Beko) Bitburg in "LimbourgsGarten" begrüßt.

Rieder nahm aus aktuellem Anlass der Fernsehbeitragsfolge des ZDF "2030 - der Aufstand der Alten" die Gelegenheit wahr, über den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft zu sprechen. Er griff die Fragen des ZDF-Dreiteilers auf: Werden die Rentner der Zukunft am Rande der Gesellschaft leben, in Armut und medizinisch schlecht versorgt? Oder sind nicht vielmehr die heutigen Jungen zu bedauern, die von der Last der Sozialabgaben und Staatsschulden erdrückt werden? Das ZDF hat mit seiner Doku-Fiction eine Debatte über die Folgen der demografischen Entwicklung entfacht, und Wolfgang Rieder hat mit seinen Ausführungen für einen regen Gedankenaustausch der geladenen Gäste am Vormittag gesorgt. Rieder begrüßte die Initiative des ZDF: "Ein solcher Film und die Begleitsendungen werden helfen, die Bevölkerung aufzurütteln. Dies ist gut so", meinte Rieder und forderte, dass bei den anstehenden Veränderungen rund um den demografischen Wandel keine tiefen Gräben zwischen den Generationen aufgebrochen werden dürfen. Auch bei den Reformen der Sozialsysteme müsse Sorge dafür getragen werden, dass nicht lediglich Minimalstandards garantiert werden. Dass alle Generationen in Zukunft finanziell tiefer in die Tasche greifen müssen, um die Probleme zu lösen, ist eine unbequeme Wahrheit, die nicht gerne gehört wird, meinte Rieder, bevor er abschließend auf die Beko Bitburg zu sprechen kam, den guten Standort und die Nähe zu den Menschen herausstellte. Die Beko Bitburg ist sowohl fußläufig als auch mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Wolfgang Rieder versprach, dass auch die Menschen, die diese Wege nicht nutzen können, auf die Hilfe der Beko Bitburg nicht verzichten müssen. In diesen Fällen werden Fahrmöglichkeiten angeboten oder die Hilfesuchenden gerne in der Wohnung aufgesucht. Frau Bielemeier, Fachberaterin der Beko Bitburg, berichtete anschließend über die Aufgabenstellung der Bekos und deren Möglichkeiten.