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Gransdorfer Klaus Burbach war vier Jahrzehnte bei Kreissparkasse tätig

Arbeitswelt : Einer der letzten seiner Art

Nach 41 Jahren Dienst bei der Sparkasse steht für Klaus Burbach jetzt der Ruhestand vor der Tür. Als Haustechniker und Fahrer hat er viele technische Neuerungen miterlebt und mit umgesetzt  –  wie die Einführung des ersten Geldautomaten in Rheinland-Pfalz

Ein BMW 745i war das interessanteste Auto, das Klaus Burbach in seiner 41-jährigen Tätigkeit bei der Sparkasse gefahren hat. Einfach, weil es schnell und zudem geräumig war. Schon vor 30 Jahren fuhr der BMW 745i bis zu 250 bis 260 Stundenkilometer. Dabei war das Fahren von Kurierdiensten und von Mitarbeitern nur ein Teil der Aufgaben von Klaus Burbach. „Dieser Aufgabenbereich hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Heute fahren die Chefs selbst“, erklärt er.

Um die sechs Autos, mit denen die Sparkassen-Mitarbeiter zu ihren Kundenterminen fuhren, hat er sich gekümmert. Bei der Anschaffung der  Wagen wurde er um Rat gefragt. „Welche Marke gekauft wurde, hat sich nach den Kunden der Bank gerichtet. Bei den Autohändlern, die Kunden waren, hat man auch selbst gekauft“, berichtet er.

Vor vier Jahren kam das erste elektrische Auto in den Fuhrpark, das ihn positiv überrascht hat. „Alle fahren sehr gern damit. Das Auto hat eine Reichweite von 100 bis 110 Kilometer und das ist für die Fahrten im  Landkreis  völlig ausreichend. Der Wagen war auch noch nie in der Werkstatt“, sagt Burbach. Eine eigene Ladestation hat er angebracht, denn mit Strom und Technik kennt er sich bestens aus. Bei Elektro Schwarz in Bitburg hat der Gransdorfer nach seiner Lehre als Elektriker gearbeitet. Die Firma Schwarz hat beim Bau der Sparkasse die Elektroarbeiten gemacht und Klaus Burbach war als Chefmonteur mit von der Partie. Als der Hausmeister der Sparkasse dann im technischen Bereich Unterstützung brauchte, nahm Burbach die abwechslungsreiche Herausforderung an. Er hat 18 Jahre lang die EDV mit aufgebaut, dabei vier bis fünf Wechsel des Rechnungszentrums miterlebt.

Und noch an eine weitere Neuerung erinnert er sich: „Wir hatten hier in der Kreissparkasse Bitburg den ersten Geldautomaten der Region. Da waren wir technisch schon ganz vorne mit dabei.“ Nicht immer waren die Kollegen mit allen technischen Neuerungen froh. Bei den ersten Kontoauszugsdruckern beispielsweise. „Die wurden vorher persönlich ausgehändigt und einigen war das zu viel Veränderung. Aber man muss mit der Zeit gehen“, sagt er.

Nicht nur bei den Autos, sondern auch bei baulichen Veränderungen hat man seine Meinung stets gehört. Als die Besucherhalle umgebaut wurde, hat er darauf hingewiesen, dass einige Büros kein Tageslicht hätten und so ist die Idee des Tageslichtdachs  entstanden.

Unzählige Veranstaltungen hat er dort vorbereitet. Bis zu 400 Personen kamen zu Vorträgen und Ausstellungen.

Die gemalten Kinoplakate von Willi Laschet haben ihn sehr beeindruckt, Flugobjekte aus Papier, die im Leistungskurs Kunst des Gymnasiums entstanden waren und in der Besucherhalle hingen, haben ihn und andere interessiert.

In seiner Freizeit spielt Klaus Burbach seit nunmehr 50 Jahren Posaune in der Eifelkapelle Gransdorf, deren  Vorsitzender er 19 Jahre lang war. Burbach hat auch die Spielgemeinschaft mit den alten Kameraden Eisenschmitt auf den Weg gebracht. Benefizkonzerte hat er schon für viele verschiedene soziale Organisationen  veranstaltet.

Das Thema Auto lässt ihn aber auch in seinem Ruhestand nicht los. Er hat einen cremefarbenen R 4 aus seiner Jugendzeit restauriert, mit dem er auch gerne in der Eifel unterwegs ist. Dafür hat er jetzt in seinem Ruhestand mehr Zeit, wenn er nicht gerade wandert oder Posaune spielt.