Grenzenlose Wanderfreuden

In der kommenden Woche geht es wieder ein Stückchen weiter mit dem Projekt "Drei-Länder-Steig". Bekanntlich soll mit dem Wanderweg eine Verbindung zwischen dem Eifelsteig und dem Ardennensteig hergestellt werden.

Bitburg. Der Eifelsteig führt auch durch den Eifelkreis - sollte man zumindest meinen. Doch Pustekuchen. Von dem Premium-Wanderweg und den Wandersleuten bekommen die Menschen hier relativ wenig mit, die Route schlängelt sich östlich am Eifelkreis vorbei. Im Westen nichts anderes.

Hier wird über den Ardennensteig in Belgien gewandert. Damit aber sowohl die Wanderer im Osten als auch die im Westen zukünftig nicht "spurlos" an der Region vorbeiwandern, wird eifrig an dem Projekt "Drei-Länder-Steig" gearbeitet. Über ein bildliches "H" geht es von Norden bis Süden grob von Wißmannsdorf über Bitburg nach Hüttingen und von Westen nach Osten von Ouren nach Echternach sowie von Oberkail/Manderscheid nach Zemmer.

Räte haben kontrovers diskutiert



Hier und in Manderscheid wird an den Eifelsteig angeschlossen, in Ouren an den Ardennensteig. Zudem geht's von Echternach auf den "Müllerthal"-Trail nach Luxemburg. Beteiligt sind die Verbandsgemeinden (VG) Bitburg-Land, Prüm, Arzfeld, Kyllburg, Irrel, Trier-Land, Speicher und Neuerburg.

In den jeweiligen Sitzungen der VG-Räte wurde kontrovers über das Thema diskutiert. Braucht die Region den Steig, was kostet er und wie viel Unterstützung kommt vom Land? Die letzte dieser Fragen wird in der kommenden Woche in Mainz geklärt. "Wir haben dann ein Gespräch mit dem Wirtschaftsministerium", erklärt Bernd Kanzler vom Projektleiter Naturpark Südeifel.

Träger ist der Eifelkreis Bitburg-Prüm. Geht es nach den Plänen der Macher, so fördert Mainz 70 Prozent der Gesamtkosten, die bei rund 400 000 Euro liegen.

Was der Steig der Region bringt, wird sich zeigen. Zwar sorgen Touristen jährlich für einen Umsatz von 36 Millionen Euro im Bitburger Land, doch ob sie sich von dem Steig - ein endgültiger Name fehlt bislang - anlocken lassen, steht in den Sternen.

Zumindest haben sich die Planer etwas einfallen lassen, um den Weg zusätzlich attraktiv zu machen: Über bis zu zwölf Extra-Touren sollen auch Wanderer angelockt werden, die nicht zwingend eine lange Strecke wandern wollen. "Befragungen haben ergeben, dass sie auch kleine Rundwege schätzen, die sie als Tages- oder Halbtages-Touren absolvieren können", erklärt Kanzler.

Nach den Gesprächen in Mainz wird das Entscheidungsgremium mit Landrat und VG-Vertretern tagen. Bernd Kanzler sagt: "Im Februar soll alles über die Bühne gehen." In spätestens drei Jahren könnten dann die ersten Wanderer den Steig erkunden.

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