Grenzort immer beliebter

Echternacherbrück · Es klingt beachtlich: Zwischen 1999 und 2009 hat Kaschenbach seine Einwohnerzahl um mehr als ein Drittel gesteigert. In absoluten Zahlen allerdings zählt die kleine Gemeinde lediglich 15 Köpfe mehr. Wesentlich deutlicher hinzugewonnen hat dagegen der Grenzort Echternacherbrück: Die Bevölkerung wuchs von 1999 bis 2009 um 108 Einwohner an.

Echternacherbrück. Nur die Sauer trennt das luxemburgische Echternach und das deutsche Echternacherbrück. Die Grenzen sind schon lange fort, ungehindert können die Menschen die Brücken über den Fluss passieren. Davon profitiert die Gemeinde Echternacherbrück, die zwischen 1999 und 2009 einen Bevölkerungszuwachs von 18,8 Prozent verzeichnen konnte: Der Ort wuchs von 574 auf 682 Einwohner an.
"Ganz klar, Grund dafür ist die Nähe zu Luxemburg", weiß Ortsbürgermeister Ralf Schrauf. Fast alle neuen Bewohner seien Luxemburger, die wegen des deutlich günstigeren Baulands auf die deutsche Seite der Sauer umsiedelten. Dass es sie dann gerade nach Echternacherbrück verschlägt, liegt laut Schrauf vor allem daran, dass Echternach - und damit beispielsweise alle Schulformen, viele kulturelle Angebote und Geschäfte, die sogar sonntags geöffnet haben - nur einen Katzensprung entfernt sind.
Gut ein Drittel der Bürger Echternacherbrücks ist inzwischen bereits ausländischer Herkunft. Die Integration ins Ortsleben klappe mal gut, mal weniger gut, sagt der Orts-Chef: "Es gibt welche, die nur hier wohnen und arbeiten, es gibt aber auch welche, die auf unsere Feste kommen und sich in den Vereinen engagieren."
Schrauf ist überzeugt, dass seine Gemeinde mit ihrer Lage, ihrer guten Verkehrsanbindung, dem kleinen Einkaufszentrum, dem Freibad sowie den vielen Rad- und Wanderwegen allerdings auch von sich aus punkten kann: "Das alles nutzen schließlich nicht nur die Touristen, sondern auch die Einwohner selbst." neb