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Größter Erfolg der Vereinsgeschichte

Größter Erfolg der Vereinsgeschichte

Bei den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen in Heidenheim hat die gemischte Mannschaft der elf- bis zwölf-Jährigen der DLRG Echternacherbrück-Irrel den zweiten Platz belegt. Zugleich knackten sie den acht Jahre alten deutschen Rekord in der Disziplin Gurtretter. Der TV hat sie beim Training im Irreler Hallenbad besucht.

Irrel. Knapp 30 Kinder ziehen konzentriert ihre Bahnen: Sie kraulen, schwimmen auf dem Rücken, andere trainieren mit Schaumstoffbrettern zwischen den Beinen ausschließlich ihre Armbewegungen. Unter ihnen sind auch Ann-Caroline Kirst, Mariana Junk, Tom Bürling, Tim Spoden und Jan Thiex. Mit ihren modernen Wettkampfbadeanzügen und -hosen sowie den bedruckten Badekappen fallen sie auf.
"Diese Wettkampfkleidung konnten wir mit Hilfe von Sponsoren für die Deutsche Meisterschaft anschaffen", erzählt Trainer Werner Thiex. "So ein Badeanzug kann schon 200 Euro kosten." Das Material sorgt für eine bessere Lage im Wasser und optimiert das Gleitverhalten. Und wie viel macht das aus? "Etwa eine halbe Sekunde auf 25 Meter", schätzt Mariana.
Dafür dauert das Anziehen um so länger. "Beim ersten Mal habe ich über zehn Minuten gebraucht, bis ich ihn anhatte", erinnert sich Ann-Caroline. "Die sind ganz eng." Doch die Mühe lohnt sich: Bei den Deutschen Meisterschaften war die Mannschaft in allen vier Staffeln-Hindernisschwimmen, Rücken, Gurtretter und Rettungsstaffel, insgesamt 18 Sekunden schneller als noch bei der Landesmeisterschaft.
Als gemischte Mannschaft starten sie in der Jungen-Wertung. Tim meint zwar spaßeshalber, eine reine Jungenmannschaft wäre besser, aber Tom widerspricht: "Solange wir gut sind, ist das egal. Wenn wir uns nicht leiden könnten, wäre das schlimm." Jan fügt hinzu: "Jetzt trainieren wir weiter für die nächste Deutsche Meisterschaft." Das meinen sie ernst - und sind schon wieder im Wasser. Zum ersten Mal probieren sie, eine mit Wasser gefüllte, 60 Kilo schwere Puppe abzuschleppen. Diese Disziplin wartet 2015 auf sie, denn dann starten die fünf in der nächsthöheren Altersklasse.
Riesige Jugendabteilung


Nachwuchsförderung wird in der DLRG Echternacherbrück-Irrel großgeschrieben. Von den gut 400 Mitgliedern sind knapp die Hälfte Kinder und Jugendliche. Wer das Seepferdchen bestanden hat, kann zunächst im Grundlagentraining für die Jugendabzeichen in Bronze, Silber und Gold üben. Danach folgt der Wechsel in 18 Trainingsgruppen, betreut von Ehrenamtlichen aus dem vereinseigenen Nachwuchs und sortiert nach Alter und Leistung. "Wenn einer immer hinterher- hängt, ist das für ihn frustrierend", weiß Trainer Thiex. "Und die Leistungsstarken werden ausgebremst."
Der Verein finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und lebt von der guten Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeinde Südeifel und der Ortsgemeinde Echternacherbrück. "Die Gemeinden müssen sonntags keinen hauptamtlichen Bademeister im Hallen- bzw. Freibad bezahlen. Dann übernimmt die DLRG den Wachdienst", freut sich Vereinsvorsitzender Siegfried Werner über dieses Abkommen. "Andere Vereine müssen pro Trainingsstunde zwischen 30 und 50 Euro für die Badnutzung bezahlen."
Die DLRG trainiert mittwochs und freitags im Hallenbad Irrel. Der Jahresbeitrag für Kinder und Jugendliche liegt bei 45 Euro, Familien zahlen 70 Euro. Weitere Informationen unter <%LINK auto="true" href="http://www.dlrg-echternacherbrueck-irrel.de" class="more" text="www.dlrg-echternacherbrueck-irrel.de"%>.