Große Musik in kleinen Dörfern

Große Musik in kleinen Dörfern

Eine ausgesprochen positive Bilanz des Trinitarier-Festivals zieht Patrick Schnieder, Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Arzfeld. Zum Abschluss der zehn Konzerte umfassenden Reihe kündigt er ein Adventskonzert des bulgarischen Mädchenchors "Detska Kitka" als Zugabe an.

Arzfeld. Zehn Konzerte an unterschiedlichen Orten, rund 1600 Besucher aus der gesamten Eifel und den Nachbarländern und viele hochkarätige Künstler: Bürgermeister Patrick Schnieder ist mit dem Bilanz des Trinitarier-Festivals außerordentlich zufrieden. "Was Qualität und Publikumsinteresse angeht, sind die Erwartungen sogar noch übertroffen worden", sagt Schnieder.

Hochwertige Kultur in kleineren Orten



Die Gründe für den Erfolg der mittlerweile dritten Auflage sieht Schnieder darin, dass sich die vom Trierischen Volksfreund präsentierte Konzertreihe mittlerweile etabliert hat. Das Programm legte zwar den Schwerpunkt auf die Vokalmusik, daneben gab es aber auch Orgelkonzerte, Kammermusik und ein Konzert mit Orchester. Insgesamt sei die gesamte Bandbreite der Musik vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart geboten worden, sagt Schnieder.

Auch die besonderen Veranstaltungsorte wie Schlösser und Kirchen, die eine Verbindung zu dem Orden aufweisen, hätten zum besonderen Ambiente beigetragen. Zudem sei es Tradition, dass es nach den Konzerten einen kleinen Empfang gibt, bei denen sich die Zuschauer mit den Künstlern unterhalten können.

"Wir wollen auch in den kleineren Dörfern abseits der Zentren hochwertige Kultur und Musik anbieten", begründet Schnieder das Engagement für das Festival. Ermöglicht wird dies vor allem über regionale Sponsoren, die sich für das Festival einsetzen.

Zukunft des Festivals noch unklar



Ein besonderer Höhepunkt der diesjährigen Reihe ist für den VG-Chef das Konzert in Rodershausen gewesen. Dabei hatte auch Pascale Van Coppenolle, die bisherige künstlerische Leiterin des Festivals, ihren einzigen Auftritt. Auf der englischen Orgel des Orts spielte sie Werke englischer Komponisten. Coppenolle wechselte Anfang des Jahres in die Schweiz. "Die Orgel ist von ihrer Art und ihrem Klang etwas besonderes", sagt Schnieder. "Die Kirche war voll, das war wirklich ein sehr gelungener Abend."

Noch unklar ist die Zukunft des alle zwei Jahre stattfindenden Festivals. "Wir werden uns Anfang kommenden Jahres zusammensetzen und schauen, wie es 2010 aussieht und mit welcher Struktur es weitergeht", sagt Schnieder.

Sicher ist hingegen, dass es zum Abschluss ein Zusatzkonzert geben wird - "als keines Dankeschön". Am Freitag, 28. November, gastiert der bulgarische Mädchenchor "Detska Kitka" um 20 Uhr in der Pfarrkirche Arzfeld. Der Eintritt ist frei.

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