GROSSE RESONANZ AUF PROGRAMM "ADOPT A SABER"
Bitburg/Hermesdorf/Idenheim · Das Programm \'Adopt a Saber\' (der TV berichtete) ist erfolgreich angelaufen. Ziel ist es, zehn junge, alleinstehende, amerikanische Soldaten zusammenzubringen mit deutschen Familien aus derUmgebung.
Durch gemeinsame Unternehmungen und Erlebnisse sollen so neue Freundschaften entstehen und wachsen. Initiatoren sind Senior Airman Andrés Gomez, der im Vorstand eines der Wohnheime der Air Base ist, sowie Karin Jung, Präsidentin des Deutsch-Amerikanischen Frauenclubs Bitburg. "Das Interesse ist so groß. Das Telefon hört kaum auf zu klingeln", erklärt Karin Jung.
Vor wenigen Jahren war Jennifer Dahl aus Idenheim für ein Jahr Schülerin an einer High School im nördlichen Kalifornien. Ihrer Familie wurde Airman 1st Class Brandon Young vermittelt, der aus dem nordkalifornischen San Francisco kommt. Gesprächsstoff wird nicht fehlen, die Vorfreude ist groß.
Inzwischen hat Andrés bei Karins Nachbarn, der Familie Heyen aus Hermesdorf, das Kühemelken gelernt (Foto). Nachdem er seiner Mutter in Florida ein Dutzend Fotos von seiner Arbeit mit der Melkmaschine geschickt hat, geht es schnell weiter. Akzentfrei ist sein erster deutscher Satz nicht, aber Bäuerin Brigitte Heyen versteht und lacht, als Andrés sagt: "Ich möchte mehr Kühe melken!"
Der Club lädt alle Teilnehmer zu einem zweiten Event am letzten Wochenende im Oktober ein. Nach der Besichtigung von Hof Dick, der in Holsthum Hopfen anbaut, gibt es dort ein gemeinsames Frühstück. Am Nachmittag des 5. September treffen sich so amerikanische Saber und deutsche Familien zum ersten Mal. Im Wing Pavilion, einer Grillhütte direkt gegenüber den Wohnheimen der Sabers, grillt dann die amerikanische Seite Cheeseburger und stellt gekühlte Sodas bereit, während einheimische Familien deutsches Essen mitbringen. (red)/Foto: privat