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Große Rinderauktion in Fließem: Der German Master Sale

Kostenpflichtiger Inhalt: German Master Sale : Wo Milch und Kohle fließen: Große Auktion in Fließem

In Fließem startet morgen die sechste Auflage der German Master Sales. Bei der Rinderauktion werden hochwertige Zuchttiere aus ganz Europa versteigert.

1,2 Millionen Dollar. So viel wurde bislang für die teuerste Kuh der Welt gezahlt. Dass dieser Rekord am morgigen Freitag in Fließem geknackt werden könnte, ist eher unwahrscheinlich. Hochkarätig wird es aber dennoch.

Denn in der Auktionshalle der Rinder-Union West (RUW) werden am Freitagabend Rinder versteigert. Und zu den Kühen, die dabei angeboten werden, gehören nach Aussage des Veranstalters die hochwertigsten Holstein-Rinder aus ganz Europa. Bei einigen dieser Tiere bewegen sich die zu erwartenden Erlöse durchaus im höheren fünfstelligen Bereich.

Insgesamt 142 Tiere werden morgen ab 17 Uhr bei der sechsten Auflage der German Masters Sale unter den Hammer kommen. Die Holstein-Rinder kommen unter anderem aus Holland, Frankreich, Italien, der Schweiz und nicht zuletzt aus Deutschland. Allein Nici Nosbisch ist mit gut 20 Tieren bei der Auktion vertreten. Nosbisch betreibt einen Zuchtbetrieb in Niederweis und gehört zudem gemeinsam mit der RUW und dem niederländischen, ebenfalls auf Züchtung spezialisierten Unternehmen Eurogenes zu den Organisatoren der Veranstaltung, die laut Nosbisch in dieser Art europaweit einmalig ist.

„Bis jetzt haben sich bereits Gäste aus elf verschiedenen Ländern angekündigt“, sagt der Züchter, der seit Tagen nahezu rund um die Uhr auf dem RUW-Gelände im Einsatz ist, um alles vorzubereiten. Und Nosbisch ist bei weitem nicht der einzige. Die Tiere, die dort in den vergangenen Tagen angeliefert wurden und seitdem gewaschen, geföhnt und frisiert werden, genießen einen Betreuungsgrad, von denen Kindergärten, Pflegeheime und selbst Privatkliniken nur träumen können. Jeder Kuhfladen, der in dem weichen Bett aus Holzspänen und Stroh landet, wird umgehend entfernt. Damit ja kein Tier dreckig wird.

Rund sechs Stunden wird die Auktion voraussichtlich dauern. Und der Junglandwirt Nosbisch ist davon überzeugt, dass den Zuschauern dabei nicht langweilig wird. „Da sind ein paar richtige Highlights dabei“, verspricht er, betont gleichzeitig aber auch, dass keineswegs nur Tiere zu Spitzenpreisen angeboten würden: „Wir haben Tiere in allen Preisklassen“, sagt er. „Da ist also für jeden etwas dabei.“