Großer Aufstand um kleinen Zwerg

SEFFERN. (mkn) Nach sechs Jahren Pause hat die Laienspielgruppe Seffern ihr "Comeback" gefeiert. Mit dem Luststück "Der Gartenzwergmord" traten die Darsteller nach monatelanger Vorbereitung auf.

Sechs Jahre können eine sehr lange Zeit sein. Dem schauspielerischem Talent der Laienschauspieler aus Seffern scheint dieser Zeitraum Bühnenabstinenz aber nicht geschadet zu haben. Ende März zeigte die Gruppe das Luststück "Der Gartenzwerggiftmord". Die Geschichte des Stücks ist so verzwickt wie am Ende humorvoll: Heribert Buxbaum (gespielt von Günter Brandenburg) liebt Gartenzwerge und hat seinen Garten mit vielen dieser Figuren geschmückt. Seine Nachbarin Inge Holzapfel (Margret Plinius) bevorzugt dagegen mehr den gepflegten Stil. Als eines Tages Buxbaums Lieblingszwerg "ermordet" aufgefunden wird, verdächtigt Buxbaum natürlich sofort die Nachbarin. Aufgrund dieses Vorfalls entwickelt sich ein nachbarschaftlicher Streit, bei dem eine Einigung nicht in Sicht ist. Als sei die ganze Sache nicht schon heikel genug, erzählt die "Klatschtante" (Anneliese Ennen) aus der Nachbarschaft, sie habe Frau Buxbaum (Vroni Schmitz) in den Armen des Herrn Holzapfel (Winfried Hengels) gesehen. Daraufhin gerät der "Gartenzwergfanatiker" völlig aus der Fassung. Doch es wird noch verzwickter: Da auch Nachbar Holzapfel wegen der Zwergengeschichte mit seiner Frau zerstritten ist, quartiert diese ihn kurzerhand aus. Holzapfel muss wohl oder übel im Garten übernachten. Zum Glück für die Buxbaums, denn Holzapfel bemerkt als erster den Rauch, der plötzlich aus deren Häuschen aufsteigt. Buxbaums können sich retten und der alarmierte Feuerwehrmann (Nico Ennen) kann den Schaden noch in Grenzen halten.Komplikationen programmiert

Doch nicht nur der ermordete Gartenzwerg und der nachbarschaftliche Streit macht Heribert Buxbaum zu schaffen. Er muss sich nebenbei auch noch um die Beziehung seiner Tochter Eva (Jennifer Schimpke) kümmern, deren Geliebter (Michael Mulbach) beim Finanzamt arbeitet. Da Buxbaum Finanzbeamte nicht leiden kann, sind natürlich auch in diesem Fall Komplikationen programmiert. Am Ende des Stücks kommt alles wieder ins Lot, wie es bei solchen Stücken üblich ist. Die Zuschauer honorierten deshalb auch die Leistung der Akteure aus Seffern mit viel Applaus.