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Großer Auftritt: Kammerchor Westeifel führt Paulus-Oratorium auf

Großer Auftritt: Kammerchor Westeifel führt Paulus-Oratorium auf

Der Kammerchor Westeifel führt am Sonntag, 21. September, das Paulus-Oratorium von Felix Mendelssohn Bartholdy für Chor, Solisten und großes Orchester auf. Das Konzert beginnt um 19 Uhr in der Basilika Prüm.

Prüm. Ein großes Werk in der Basilika: "Felix Mendelssohn Bartholdys erstes Oratorium, das er nach fünfjähriger Arbeit 1836 im Alter von 27 Jahren fertig gestellt hat, war zu Lebzeiten des Komponisten wohl sein beliebtestes Werk", sagt Regionalkantor Christoph Schömig. Es erzähle die in der Bibel überlieferte Geschichte des Manns, der vom Christenverfolger Saulus zum Apostel Paulus wurde. Für Schömig ist die Aufführung der Höhepunkt der Chor-Konzerte in der Basilika - und sie bedeute auch den größten Aufwand in der Vorbereitung.
Großes Ensemble in der Kirche


Bestritten wird sie von mehr als 120 Menschen: vom Kammerchor Westeifel mit 75 Sängern, den Solisten Claudia Scheiner-Cremonesi, Gerolstein (Sopran), Martin Koch, Köln (Tenor), Julian Redlin, Kiel (Bass) sowie der 45-köpfigen Jungen Philharmonie Bonn. Die Leitung hat Christoph Schömig.
Claudia Scheiner-Cremonesi, in Daun geboren, erzielte beim Bundeswettbewerb "Jugend- Musiziert" einen zweiten Preis. Nach dem Abitur begann sie an der Musikhochschule Köln ein Gesangsstudium, 2009 wechselte sie an die Musikhochschule Saarbrücken, wo sie 2011 mit Bestnote abschloss. Im Studium widmete sich die Sängerin neben dem Musiktheater auch dem Liedgesang und der modernen Musik. Sie besuchte außerdem eine Reihe von Meisterkursen.
Bühnenerfahrungen sammelte sie unter anderem am Theater Aachen, am Staatstheater Saarbrücken als "Barbarina" in "Figaros Hochzeit" und "Leonis" in "Die schöne Helena". Außerdem sang sie in Händels "Messias", der "Matthäuspassion" sowie der "Johannespassion" von Johann Sebastian Bach.
Julian Redlin erhielt im Knabenchor Hannover eine erste professionelle Ausbildung als Altist und sang als Knabensolist in zahlreichen Konzerten und CD-Aufnahmen unter Leitung von Heinz Hennig und anderen namhaften Dirigenten. Neben seinem Studium an der Universität Kiel bildete er seine Stimme in privatem Unterricht bei Erika Orth, Harry van der Kamp und Peter Kooij aus und besuchte ebenfalls zahlreiche Meisterkurse. Zurzeit absolviert er ein Aufbaustudium in Ensemblegesang an der Schola Cantorum zu Basel.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn auch ins europäische Ausland. Er ist Ensemblemitglied im Balthasar-Neumann-Chor und bei Musica Poetica in Den Haag. Außerdem arbeitet er als privater Gesanglehrer und Stimmbildner im Landesjugendchor Schleswig-Holstein und am Ernst-Barlach-Gymnasium zu Kiel.
Martin Koch hat sich in den letzten Jahren einen Namen als vielseitiger Tenor gemacht. Nach seinem Studium an der Musikhochschule Köln sammelte er erste Bühnenerfahrungen im Opernstudio der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf Duisburg. Nach verschiedenen Engagements in Kassel, Oldenburg und Pforzheim kehrte Koch 2006 als festes Ensemblemitglied an die Rheinoper zurück, wo er in vielen wichtigen Rollen seines Fachs zu erleben war.
Seit der Saison 2009/10 ist Martin Koch Mitglied im Ensemble der Kölner Oper, wo ihm im September 2010 auf der Gastspielreise nach Shanghai mit dem "Ring des Nibelungen" ein gefeiertes Rollendebut als Mime in Richard Wagners Oper "Siegfried" gelang. Als Konzertsänger ist Martin Koch international tätig und kann auf vielfältige Aufnahmen mit einem Repertoire von Monteverdi bis Kagel verweisen.
Erfahrung und Renommée


Insbesondere wird Koch für die Interpretation der Werke Mozarts und der Romantik geschätzt. Im Sommer 2012 debütierte er erfolgreich bei den Bregenzer Festspielen, im Jahr 2013 kehrt er als Monostatos und erster Geharnischter in einer Neuproduktion von "Die Zauberflöte" auf die dortige Seebühne zurück. Die Komische Oper Berlin hat Martin Koch 2014 eingeladen, um dort als Desportes in einer Neuproduktion von "Die Soldaten" zu gastieren. red/fpl
Karten für das Konzert gibt es ab sofort in Prüm bei der Buchhandlung Hildesheim, der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, der Tourist-Information und im Kulturamt Bitburg.
Sie kosten im Vorverkauf 15 Euro, ermäßigt 10 Euro, und an der Abendkasse 18 Euro und 13 Euro.