Pflege: Großer Bahnhof in Speicher für neue Pflegekräfte

Pflege : Großer Bahnhof in Speicher für neue Pflegekräfte

Sie kommen, um zu helfen: Fünf indische Ordensschwestern unterstützen künftig das Team im Altenheim Marienhof.

(red/de) Dank dem Einsatz dieser Schwestern können im Speicherer Altenheim nun wieder alle Plätze belegt werden. Das war zuvor wegen Fachkräftemangels nicht möglich. Entsprechend groß war die Freude im Team des Altenheims, aber auch im Ort, als fünf indische Ordensschwestern kürzlich dort eintrafen.

Erwartungsvoll standen zahlreiche Mitarbeiter des Altenheims, in Begleitung des Speicherer Verbandsbürgermeister Manfred Rodens, seinem Vorgänger Rudolf Becker, Stadtbürgermeister Erhard Hirschberg, Kooperator Pater Jomi Jose Mamalail und Pfarrer Stephan Gerber an den Gleisen des Speicherer Bahnhofs.

Mit dabei waren auch die Regionaloberin Schwester Rosin mit Schwester Gisela und Schwester Betsy, die bereits kurz zuvor angereist waren, um den Empfang der neuen Schwestern vorzubereiten.

Als der Zug einfuhr, wurden die fünf neuen Karmelitinnen-Schwestern – Lilly, Nisha, Daisy, Lissy und Jisha – mit stürmischem Applaus begrüßt. Sie waren in Begleitung ihrer Konventoberinnen aus Nürnberg, Schwester Anjaly und Schwester Joice Maria, gekommen und arbeiten nun im Altenheim Marienhof als Pflegefachkräfte. Sie wurde auf dem  Bahnhofsgelände mit Sekt, Punsch und Gebäck begrüßt.

In der Kapelle dankten die zwölf indischen Ordensschwestern mit Gesängen in ihrer Muttersprache dem Herrn.

Am folgenden Morgen wurde in feierlicher Gemeinschaft von Pastor Gerber und Pater Jomi eine heilige Messe in der Hauskapelle zelebriert.

Die Schwestern waren beeindruckt vom praktisch eingerichteten Schwesternhaus und der Herzlichkeit, mit der sie in Speicher und dem Altenheim empfangen worden sind.

In dem Städtchen hatte sich das Ereignis herumgesprochen und so wurden die Schwestern bei ihren Rundgängen immer wieder von Passanten angesprochen und in der Bäckerei und Gärtnerei war der erste Einkauf kostenfrei.

Für die Mitarbeiter im Altenheim Marienhof geht dank der Schwestern eine schwierige Phase zu Ende. Der derzeit viel diskutierte Fachkräftemangel in der Pflege ist in der Grenzregion zu Luxemburg besonders stark zu spüren, da im Nachbarland die Einkommensmöglichkeiten konkurrenzlos besser sind.

Die Personalausfälle durch mehrere Schwangerschaften und Erkrankungen von Mitarbeitern konnten nicht hinreichend ausgeglichen werden, sodass über einen längeren Zeitraum Plätze nicht belegt waren.

Mit dem Einsatz der Schwestern kann das Altenheim Marienhof nun wieder alle Plätze belegen.

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