Großinvestor gesucht

Nicht kleckern, sondern klotzen: 205 Hektar umfasst die neue Industrie- und Gewerbefläche im Kreis Euskirchen, mit der Nordrhein-Westfalen in den Wettbewerb um Großansiedlungen aus dem Ausland einsteigt. Die Regierung erhofft sich zahlreiche Arbeitsplätze.

Euskirchen. (red) Die Verträge sind unterschrieben, der Grundstein ist gelegt: 205 Hektar Land auf dem Gebiet der Stadt Euskirchen und der Gemeinde Weilerswist können künftig als Großfläche vermarktet und entwickelt werden. Dass auch ausländische Investoren für das gigantische Industrie- und Gewerbegebiet gesucht werden, lässt schon der Name erkennen: "PrimeSite Rhine Region" soll die Fläche heißen. Jens Baganz, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium, spricht von einem "Filetstück" in Nordrhein-Westfalen: "Bislang gab es hierzulande keine solch große unbebaute und gleichzeitig auch verfügbare Industrie- und Gewerbefläche. Das war ein echter Engpass." Mit der Größe will die Regierung sicherstellen, dass eine Großinvestition gewonnen werden kann, bei der zahlreiche Arbeitsplätze in der Region entstehen.

Landrat Günter Rosenke ist zuversichtlich: "Hier, zwischen Rhein und Eifel, finden Unternehmen genau die Standortfaktoren, die für eine Ansiedlung entscheidend sind: optimale Verkehrsanbindungen und Infrastruktur, eine ausgeprägte Forschungslandschaft sowie qualifizierte Arbeitskräfte und nicht zuletzt eine einzigartige Lebensqualität." Eine landeseigene Ansiedlungsgesellschaft übernimmt die internationale Vermarktung, und auch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers soll das Projekt auf seinen Reisen im Handgepäck mitnehmen und vorstellen.Extra Die 205 Hektar große "PrimeSite Rhine Region" nahe Euskirchen liegt gut erschlossen im Städtedreieck Köln, Bonn und Aachen. Die Fläche ist von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen exklusiv für flächenintensive Großprojekte mit mehr als 80 Hektar Bedarf reserviert. Im Fokus stehen insbesondere ausländische Investoren, die zahlreiche Arbeitsplätze schaffen sollen. Anschlüsse an alle erforderlichen Ver- und Entsorgungsnetze sind bereits vorhanden. (red)