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Grüne Eifelkreis : Lydia Enders ist Direktkandidatin für Landtagswahl

Die erste Frau in der Runde : Lydia Enders ist die grüne Direktkandidatin des Eifelkreises für die Landtagswahl

Einstimmig haben die Grünen des Eifelkreises Lydia Enders als Direktkandidatin für die Landtagswahl nominiert. Die 46-Jährige aus Bettingen ist seit 2017 Geschäftsführerin des Verbands.

„Wir sind zwar die letzte Partei im Kreis, die ihren Direktkandidaten wählt, dafür aber immerhin die erste, die eine Frau nominiert“, stellt Helmut Fink nach dem eindeutigen Ergebnis fest: 19 stimmberechtigte Mitglieder der Grünen im Eifelkreis sind zu der Sitzung in Ferdis Bootshaus am Biersdorfer Stauseeufer erschienen, und alle 19 stimmen für Lydia Enders. Die verheiratete und vierfache Mutter aus Bettingen wird somit als Direktkandidaten der Kreis-Grünen in die kommende Landtagswahl ziehen.

Auf die 46-Jährige aus Bettingen kommt damit eine weitere kommunalpolitische Aufgabe zu. Seit 2014 ist Enders Mitglied des Bettinger Gemeinderats, seit 2019 sitzt sie für die Grünen im VG-Rat Bitburger Land, ist dort auch Fraktionsvorsitze. Und in diesem Jahr ist sie dann auch im Kreistag nachgerückt. Und Kreisgeschäftsführerin der Grünen ist sie auch noch. „Ich will für meine Kinder eine lebens- und liebenswerte Region, und dafür will ich mich in Mainz einsetzen“, sagt Enders. Besonders wichtig seien ihr dabei die Themen Landwirtschaft, Umwelt, Ernährung und Bildung.

So viel zur Aufgabe. Fehlt jetzt also nur noch der Einzug in den Landtag. Wobei das ein Kraftakt werden dürfte. Auf der Landesliste der Grünen für die Landtagswahl am 14. März 2021 findet sich nämlich kein einziger Kandidat aus dem Kreisgebiet. Wenn die Grünen des Eifelkreises also im zukünftigen Landtag in irgendeiner Form repräsentiert werden sollen, so ist das nur über eine Direktkandidatur möglich.

Und der Kreis derjenigen, die über diesen Weg ins Parlament wollen, ist groß:  CDU und SPD haben ihre Kandidaten für den Wahlkreis Bitburg-Prüm, FWG und AFD auch, genau wie die FDP und die Linke. Und nun dann auch die Grünen.

Bei der Wahl vor fünf Jahren ist die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfen für die Kreisgrünen als Direktkandidatin angetreten.

Das Thema Mainz hat sich für die 65-Jährige inzwischen aber erledigt. Zum Jahresende legt die in Biersdorf lebende Vorsitzende des Kreisverbands ihr Amt als Umweltministerin ab. Höfken, die ohnehin zum Ende der Legislaturperiode aufhören wollte, zieht mit ihrer vorzeitigen Amtsaufgabe die Konsequenzen aus der vom Oberverwaltungsgericht kritisierten Beförderungspraxis in ihrem Ministerium.

„Es tut mir sehr leid, dass da so kurz vor der Wahl ein Problem daraus gemacht wird“, sagt die 65-Jährige und weist dabei erneut den „Vorwurf der Befangenheit“ in ihrem Ministerium massiv zurück. Es habe mehr Stellen als Bewerber gegeben, und wie sich inzwischen herausgestellt habe, sei bei der FDP womöglich ähnlich verfahren worden, sagt Höfken.

Logo Landtagswahl neu Foto: TV/Schmitz, Alexandra

Von daher sei das ja nicht nur in ihrem Ministerium falsch gelaufen. Letztendlich, so Höfken, ändere aber auch das nichts an der Tatsache, dass die Vorgehensweise rechtswidrig gewesen sei.

(uhe)