Grüne im Eifelkreis für Alice Endres

Grüne im Eifelkreis für Alice Endres

Die Grünen des Kreisverbandes Bitburg-Prüm setzen weiter auf ihren Vorstand um Ulrike Höfken, Helmut Fink und Georg Högner. Außerdem sprechen sie sich für Alice Endres als Direktkandidatin zur Bundestagswahl aus. Damit stellen sie sich gegen den Kreisverband Vulkaneifel, der Karl-Wilhelm Koch ins Rennen schicken will.

Waxweiler. Einstimmig und in offener Wahl hat die Mitgliederversammlung der Grünen des Eifelkreises entschieden, das kommende Jahr mit den Kommunal-, Bundestags- und Europawahlen mit einer eingespielten Mannschaft an der Spitze zu bestreiten. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken behält den Vorsitz, Helmut Fink aus Bettingen ist weiterhin Geschäftsführer, Georg Högner aus Rodershausen bleibt Kassenwart. Die 18 anwesenden Mitglieder stimmten per Handzeichen ab - der Tagesordnungspunkt Vorstandswahlen wird zügig ad acta gelegt. Auch bei den Beisitzern gibt es nur ein neues Gesicht: Claudia Schoden aus Lambertsberg. Landtagsabgeordneter Dietmar Johnen und Ralf Mayeres aus der Verbandsgemeinde Bitburg-Land behalten ihre Posten. Auch bei der Frage nach der Aufstellung eines Direktkandidaten zur Bundestagswahl sind sich die Eifelkreis-Grünen schnell einig: Die Anwesenden sprechen sich einstimmig für Alice Endres aus, die auf Platz elf der Landesliste steht.Unterstützung versagt



Der Konflikt mit den Grünen aus dem Nachbarkreis ist damit vorprogrammiert: In der Vulkaneifel hatten sich die Mitglieder für Karl-Wilhelm Koch als Direktkandidaten ausgesprochen. Der hatte die Grünen im Eifelkreis in einem Brief um Unterstützung gebeten, doch die Mitgliederversammlung in Waxweiler spricht sich offen gegen Koch aus. "Es wäre doch etwas schräg, wenn wir Alice, die so weit in der Landesliste vorgerückt ist, nicht aufstellen", sagt der Landtagsabgeordnete Dietmar Johnen. Karl-Wilhelm Koch, gegenüber dessen Person es bei den Grünen erhebliche Bedenken gebe, sei in der Landesliste noch nicht einmal berücksichtigt. Es sei "immens wichtig", die 48-jährige Endres im Kreisverband geschlossen zu unterstützen, betont Ministerin Ulrike Höfken. "Es ist gut, einen Kandidaten aus der Landwirtschaft zu haben."
Die endgültige Entscheidung darüber, wer Direktkandidat für die Grünen im Wahlkreis 203 wird, soll erst im April in einer gemeinsamen Versammlung fallen (siehe Extra).Kritik an Flughafenplänen


Weiteres Thema des Abends ist der mögliche Verkauf von kommunalen Geschäftsanteilen der Flugplatz Bitburg GmbH an eine Privatgruppe von Fliegern. "Es ist nicht die Aufgabe kommunaler Gremien, vermögenden Hobbypiloten günstig zu einem Privatlandeplatz zu verhelfen", sagt Grünen-Geschäftsführer Helmut Fink. Außerdem sei offensichtlich, dass damit der Flugbetrieb einschließlich der Genehmigung zum Instrumentenflug durch die Hintertür weiter ermöglicht werden solle. Es sei ein Versuch, Bürger, betroffene Kommunen, Verwaltung und die Gremien zu überrumpeln und vollendete Tatsachen zu schaffen.
"Das ist ein unverantwortlicher Umgang mit öffentlichen Gütern, den die Grünen scharf kritisieren", heißt es in einem Antrag, den der Kreisverband einstimmig beschlossen hat. nowExtra

Der Wahlkreis 203 umfasst den Eifelkreis Bitburg-Prüm, den Landkreis Vulkaneifel, die Stadt Wittlich sowie die Verbandsgemeinden Wittlich-Land, Manderscheid und Kröv Bausendorf. Der Direktkandidat muss daher in einer gemeinsamen Versammlung von Mitgliedern aller drei Kreisverbände bestimmt werden.red

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