Grünes Licht für grünen Strom auf dem Bitburger Flugplatz

Grünes Licht für grünen Strom auf dem Bitburger Flugplatz

Das Acht-Millionen-Euro-Projekt: Auf acht Hektar südlich der Landebahn des Bitburger Flugplatzes soll eine Photovoltaik-Anlage entstehen, die später auch den geplanten Bit-Airport mit Strom versorgt. Der Verbandsgemeinde-Rat Bitburg-Land hat einstimmig den Weg frei gemacht für das Projekt.

Bitburg. (scho) Es ist eine Idee von Projektentwickler Frank Lamparski, der den Bitburger Flugplatz zum Industrie-, Fracht und Passagierflughafen ausbauen will: Mit einer Photovoltaikanlage will er seinen Bit-Airport mit "grünem Strom" versorgen. 4,5 Megawatt Strom soll die Anlage produzieren, die auf einer acht Hektar großen Fläche südlich der Landebahn geplant wird. Dafür sollen rund 36 000 Solarmodule aufgebaut werden, die nach Süden - und damit Richtung Scharfbillig und Röhl - ausgerichtet werden. Zum Vergleich, was die Größe angeht: Die Solaranlage auf der Gemarkung des Bitburger Stadtteils Irsch erstreckt sich auf rund 14 Hektar. Nach Angaben des Investors hat das Photovoltaik-Projekt ein Volumen von acht Millionen Euro.

Damit Lamparski seine Idee vom "grünen Flugplatz" verwirklichen kann, müssen die Stadt Bitburg, die Verbandsgemeinde (VG) Bitburg-Land sowie die angrenzenden Ortsgemeinden Scharfbillig und Röhl im Rahmen einer raumordnerischen Prüfung dem zustimmen. "Röhl hat bereits zugestimmt. Und auch in Scharfbillig scheint es keine grundsätzlichen Vorbehalte zu geben", sagt Bitburg-Lands Bürgermeister Josef Junk. Einstimmig segnete auch der Verbandsgemeinde-Rat das Projekt ab. Ein Beschluss der Gemeinde Scharfbillig wird in Kürze erwartet.

Doch auch, wenn der Rat in Scharfbillig zustimmt, muss das Solarstrom-Projekt noch weitere Hürden nehmen: Im derzeit geltenden Flächennutzungsplan der Stadt Bitburg und der Verbandsgemeinde Bitburg-Land ist das Areal südlich der Landebahn für die Ansiedlung von Firmen aus dem Bereich der Luftfahrt und Luftfahrttechnik reserviert. Deshalb wird zudem eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig, bevor Lamparski tatsächlich Baurecht für seine Photovoltaik-anlage bekommt.