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Vermutlich wird etwas ganz anderes auf dem Postgelände entstehen als das, was die Studenten der Trierer Fachhochschule sich ausgedacht haben. Ihren Stegreif-Entwürfen gebührt aber allein deshalb schon Anerkennung, weil sie der Diskussion um das Postgelände eine ganz neue Wendung gegeben haben.

Nicht das Postgelände isoliert, sondern eine viel größere Fläche muss überplant werden. Die Modelle haben gezeigt, dass ein auf das Postgelände beschränkter, monolithischer Klotz weder nachhaltig noch zukunftstauglich ist. Die Entwürfe haben den Blick auch dafür geschärft, dass das Krankenhaus unbedingt in die Planung einzubeziehen ist. Sie haben auch gezeigt, dass bei aller emotionalen Bindung an die Südschule das stadteigene Gelände in diesem Bereich vielleicht besser und anders genutzt werden sollte. Die wohl wichtigste Erkenntnis der Stegreif-Entwürfe ist aber eine ganz andere: Der Blick von außen auf die Stadt und deren Zukunftsaufgaben ist vonnöten. Ansonsten besteht die Gefahr, dass trotz bester Absicht in verständlicher Betriebsblindheit eine Planung umgesetzt wird, die niemanden wirklich froh macht. h.jansen@volksfreund.de

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