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Grundschule Langsur wird „Naturpark-Schule“

Naturpark Südeifel : Grundschule Langsur wird „Naturpark-Schule“

Grundschule Langsur wird erste „Naturpark-Schule“ im Naturpark Südeifel.

(red) Aufmerksam und mit voller Begeisterung folgen die Schüler der Klasse 4 an der Grundschule Langsur den Erklärungen von Achim Herf, der sie an diesem Morgen in die Welt der Geologie einführt. Der Naturparkreferent des Naturparks Südeifel hat ein wenig Theorie und ganz viel zum Anfassen und Selbermachen im Gepäck, um mit dem Unterrichts-Modul „Steine“ in die praktische Umsetzung des Projekts „Naturpark-Schule“ zu starten und so nach Abschluss der Kooperationsvereinbarung mit dem Zweckverband Naturpark Süd­eifel die Arbeit aufzunehmen.

Geschäftsführerin Daniela Torgau erläuterte zur Zielsetzung des bundesweiten Projektes des Verbandes Deutscher Naturparke: „Naturpark-Kitas“ und „Naturpark-Schulen“ bringen Kindern Naturparke als vielfältige Lern- und Erfahrungsorte nahe. Sie ermöglichen eine ursprüngliche Erfahrung von Natur und Kultur im Umfeld der Kita und Schule, es entsteht ein regionaler Bezug zum Bildungsplan. Und sie machen jede Menge Spaß!“

Der Naturpark Südeifel hat mit dem Aufbau von festen, dauerhaften Kooperationen mit Kitas und Schulen begonnen und unterstützt die Kitas und Schulen in ihren Aktionen im Bereich Natur und Umwelt. Er entwickelt gemeinsam mit ihnen kontinuierlich weitere Naturparkthemen.

Themenschwerpunkte sind beispielsweise Klimawandel und Klimaschutz, Insekten und Hochbeete, regionale Geologie und Erdgeschichte sowie Streuobst. Die Kinder und Jugendlichen lernen so die Besonderheiten ihrer Region kennen und werden für sie begeistert. Gleichzeitig trägt die Kooperation zur Verankerung der ­Naturparke in der Region und in der Bevölkerung bei.

Den Auftakt in der Grundschule begleitete auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land, Michael Holstein, der zudem als stellvertretender Verbandsvorsteher des Zweckverbands Naturpark Südeifel mit großem Interesse verfolgte, wie Achim Herf den Kindern etwa den Gebrauch eines Geologenhammers nahebrachte oder das „Innenleben“ der von ihnen gespaltenen Steine begutachtete.

„Hier wird Natur in all ihren Facetten erlebbar gemacht. Die Kinder bekommen einen Bezug zu ihrer Umwelt, was für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft nur von Vorteil sein kann“, sagt der Verwaltungschef, der auch selbst den Geologenhammer schwingen durfte.

Schulleiterin Eva-Maria Heim freute sich über den Start des Projekts: „Wir sind die Kooperation mit dem Naturpark Südeifel sehr gerne eingegangen, denn dieses Projekt ist nicht nur eine Bereicherung für unsere Schule, durch die zukünftigen Projekte und Exkursionen, die durch wahre Experten wie Herrn Herf geführt werden, sondern sie wir auch ein wichtiger Baustein in unserem schuleigenen Qualitätsprogramm. Als kleine Schule sind wir immer dankbar für Unterstützung von außen.“

Um als „Naturpark-Kita“ oder „Naturpark-Schule“ zertifiziert werden zu können, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein: Die Schule liegt im Naturpark-Gebiet, das Thema „Naturpark-Schule“ muss im Leitbild der Schule verankert sein und eine Kooperationsvereinbarung zwischen Naturpark, Schule und Schulträger muss geschlossen werden.

Darüber hinaus ist nachzuweisen, dass jedes Kind mindestens einmal pro Schuljahr ein Thema des Naturparks im Unterricht oder darüber hinaus behandelt. Zudem findet einmal im Jahr eine Fortbildung für die pädagogischen Fachkräfte statt. Neben der Grundschule Langsur ist im Naturpark Südeifel die St. Aloysius Kindertagesstätte in Daleiden als „Naturpark-Kita“ gestartet.

Die offiziellen Zertifikate „Naturpark-Kita“ und „Naturpark-Schule“ sind bundesweite Auszeichnungen des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN), die die Naturparke im Namen des VDN an Bildungseinrichtungen in ihrem Naturpark verleihen können.

Zu diesem Anlass stellt der VDN eine Urkunde und eine Plakette zum Anbringen im Außenbereich der Kita beziehungswerse der Schule zur Verfügung. Die Auszeichnung wird für einen Zeitraum von jeweils fünf Jahren verliehen; dann erfolgt eine erneute Evaluierung und anschließend gegebenenfalls eine Verlängerung der Auszeichnung für weitere fünf Jahre.