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Grundschule Spangdahlem: Sanierung trotz Überraschungen im Budget und Zeitplan

Gebäude soll im Sommer wieder eröffnen : Grundschule Spangdahlem: Sanierung trotz Überraschungen im Budget und Zeitplan

Die Sanierung der Grundschule Spangdahlem geht gut voran, auch wenn immer wieder Überraschungen auftauchen.

Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, so lautet eine der bekanntesten Sprüche von Forrest Gump im gleichnamigen Hollywoodstreifen. Denn: Man weiß ja nie, was man bekommt. Ähnlich verhält es sich mit der Sanierung der Grundschule Spangdahlem. Denn auch bei der Verbandsgemeinde Speicher wusste man seinerzeit nicht, worauf man sich einließ bei der Sanierung des 60er-Jahre-Baus.

800 000 Euro waren 2018 einmal für die Renovierung des maroden Schulgebäudes veranschlagt worden. Doch dann kam Anfang 2019 die Überraschung. Denn es stellte sich heraus, dass die Grundschule mit Asbest belastet ist. Was die Kosten auf gut eineinhalb Millionen Euro annähernd verdoppelte.

Nun laufen die Bauarbeiten eine ganze Weile. Doch noch immer tauchen Unwägbarkeiten auf.   „Bei solchen alten Gebäuden weiß man eben nie“, sagt Eric Mathey vom Speicherer Planungsbüro Mathey und Partner.

So mussten jüngst die Glastrennwände in den Klassenräumen im Obergeschoss abgebaut und entsorgt werden, weil sich im Fensterkit Asbest fand. Immerhin, sagt der zuständige Ingenieur: das Gebäude sei inzwischen schadstofffrei.

Zudem stellte sich bei den Arbeiten heraus, dass sich unter dem Putz nicht, wie angenommen, nur Mauerwerk befand. Sondern in anderen Teilen der Schule auch Bimsbeton, Glasbetonsteine sowie Heraklithplatten. Was die Abbrucharbeiten erschwerte und verteuerte.

Insgesamt entstanden dadurch laut Mathey Sonderkosten von rund 15 000 Euro. Was bei einem Bauvolumen von rund eineinhalb Millionen Euro aber kaum ins Gewicht falle: „Das ist nicht dramatisch. Insgesamt liegen wir innerhalb des kalkulierten Budgets.“

Und man liege auch gut in der Zeit.Bis zum Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die Schüler, die derzeit in Speicher unterrichtet werden, wieder zurück nach Spangdahlem kommen. „Eine Herkulesaufgabe“, sagt Mathey, der aber zuversichtlich ist, sie stemmen zu können.

„Wir konnten einiges vorziehen und sind etwas schnellervorangekommen.“ Mit der Absestsanierung sowie den Fenstern sei man nun durch. Jetzt gehe es an das Innenleben, sprich: die Elektrik, das Heizsystem und die Wasser- und Abwasserleitungen.

Dass die Schule viel früher öffnen wird als angedacht, glaubt der Speicherer dennoch nicht. Dafür sind solche Baustellen einfach zu unvorhersehbar.