Gute Zahlen, wenig Nachfolger
Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in der Kyllburger Waldeifel, die Übernachtungszahlen für 2006 weisen ein leichtes Plus auf. Sorgen bereitet allerdings die Nachfolger-Frage in den Betrieben. Die Zusammenarbeit mit Reise-Veranstaltern zeigt indes Erfolge.
Kyllburg. Willi Müller und Manuela Ohmstede von der Tourist-Info Kyllburg ziehen eine positive Bilanz. Dabei stellen die Kyllburger fest, dass der Wettbewerb schärfer geworden ist. Der Inlands-Urlaub in den Mittelgebirgen verliert Marktanteile. Es steigt der Trend zu Kurzreisen, die Umsätze von deutschen Gästen stagnieren. "Zuwächse erwarten wir aus Belgien, Holland und England. Dazu müssen wir die Aktivitäten am Markt weiter ausbauen", sagte Willi Müller, Leiter der Tourist-Info Kyllburger Waldeifel. Seit 1988 besteht die Zentrale Zimmervermittlung. "Im Laufe der Jahre haben wir uns den veränderten Marktansprüchen angepasst. So haben wir die Zusammenarbeit mit Reiseveranstaltern verstärkt. Die Gäste schätzen es, wenn sie über zentrale Systeme ihre Buchungen abwickeln können und nicht mühsam einzeln Beherbergungsbetriebe kontaktieren müssen", weiß Müller aus Erfahrung. Prognose der Vermittler aufgegangen
Zusammen mit Reiseveranstaltern und Reisebüros aus dem In- und Ausland konnte seit Einführung der Zentralen Zimmervermittlung Kyllburger Waldeifel 1988 den angeschlossenen Betrieben ein Gesamtumsatz von rund 4,5 Millionen Euro vermittelt werden. "Unsere Prognose, dass es möglich sein muss, Urlaub in der Kyllburger Waldeifel auch über Reise-Veranstalter und Reisebüros verkaufen zu können, ist aufgegangen", sagte Willi Müller. Ab 2008 erweitern die Kyllburger deshalb den Kreis der Ansprechpartner um zwei Büros in Belgien und eines in Stuttgart. Ziel ist es, bis 2009 rund 15 000 Übernachtungen buchen zu können. Dafür hoffen die Verantwortlichen in der Tourist-Info auf die Unterstützung der Verwaltung. Der Verbandsgemeinderat Kyllburg berät in seiner nächsten Sitzung über den Haushalt. "Auf diese Mittel sind wir unabdingbar angewiesen, um die Positionen zu halten und weiter auszubauen", äußerte Willi Müller im Gespräch mit dem TV.