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Habemus Aloysius: Bürgermeister ist ernannt

Habemus Aloysius: Bürgermeister ist ernannt

Prüm (fpl) Habemus Papam - wir haben einen Papst! Gut, nicht ganz, aber immerhin einen Kommunalchef. Und anders als in Rom ist sogar eine Wiederwahl möglich: Kaum ist Aloysius Söhngen als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm bestätigt (TV von Montag), da drückt ihm der Beigeordnete Peter Feinen (ebenfalls CDU) schon die Ernennungsurkunde in die Hand.

Es ist der letzte Punkt auf der Tagesordnung im Rat der Verbandsgemeinde (VG) am Dienstag.
Söhngen dankt - den Bürgern, die ihn wählten, den Mitarbeitern der Verwaltung, ohne die es nicht so gut laufen würde in der VG. Und dem Rat für vertrauensvolle Zusammenarbeit - "das ist keine Selbstverständlichkeit". Auch die "kritische Begleitung der Verwaltungsarbeit" gehöre dazu - "da kann man nur draus lernen".
Darüber hinaus lernt man am Dienstag, wie schnell eine Sitzung vorübergehen kann: In flotter Folge werden die Beschlüsse vorgelegt und einstimmig abgesegnet. Darunter der Jahresabschluss der VG-Werke, bei dessen Prüfung Barbara Hiltawski (SPD) und die weiteren Ausschussmitglieder nichts zu meckern fanden. Außerdem die Renaturierung des Alfbachtals, den Weiterbau des Nimstalradwegs und die Finanzierung der Schulsozialarbeit von Annette Schürmann, zugleich Mitglied der Grünen-Fraktion im Rat. Annette Schürmanns Aufgaben in den Grundschulen, sagt Söhngen, "werden immer vielfältiger und wichtiger". Zudem, ergänzt Bertrada-Grundschulrektor und CDU-Fraktionsmitglied Arnold Gierten, rieche ihre Arbeit "nicht nach Schule", sondern werde frei und unabhängig von Eltern und Kindern genutzt. Die VG finanziert die Tätigkeit mit 24 270 Euro im Jahr, die andere Hälfte bezahlt der Kreis. Und dann gab es noch eine für die Ratsmehrheit eher unerfreuliche Mitteilung des alten und neuen Bürgermeisters: Zwar haben die Stadt Gerolstein und die VG Prüm, Eigner der Bahnstrecke zwischen den beiden Kommunen, die Wiederaufnahme des Entwidmungsverfahrens beantragt, damit sie dort einen Radweg bauen können. Aber die Rhein-Sieg-Eisenbahn, die dort Züge fahren lassen will, hat Widerspruch erhoben.