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Hängepartie am Bitburg Airport: Lamparski will Flugfeld nicht räumen

Hängepartie am Bitburg Airport: Lamparski will Flugfeld nicht räumen

Am Flugplatz Bitburg könnte es zu einer Hängepartie kommen. Land, Bund und Kommunen wünschen sich dort einen Gewerbe- und Energiepark. Aber der Luxemburger Frank Lamparski hält am Projekt Bitburg Airport fest.

Die Situation am Flugplatz Bitburg ist höchst vertrackt. Und wie die Lösung aussieht, ist völlig offen. Fest steht: Wer dachte, das Großprojekt Bitburg Airport sei endgültig vom Tisch, hat sich geirrt. Zwar haben sich Land, Bund und Kommunen kürzlich darauf verständigt, das Gelände statt in einen Airport in einen Gewerbe und Energiepark verwandeln zu wollen.

Das aber können sie nur, wenn der Flughafenplaner Frank Lamparski den Weg freigibt und seine Anteile an der Flugplatz Bitburg GmbH verkauft. Doch das hat er nach eigenen Angaben nicht vor: Bei der Aufsichtsratssitzung und Gesellschafterversammlung der Flugplatz GmbH verkündete Lamparski am Donnerstag, seine Anteile behalten zu wollen.

Der Projektentwickler hält an seinen Plänen fest, das ehemalige Militärgelände in einen Fracht-, Werft- und Passagierflughafen zu verwandeln - und darf dies nach derzeitiger Rechtslage auch. "Wir haben wieder mehrere Investoren im Boot", sagt der Luxemburger. Sein asiatischer Großinvestor sei jedoch abgesprungen.
Lamparski zufolge hatte seine luxemburgische Bank das Investorengeld nicht annehmen wollen, weil die "Historie" gefehlt habe. Mehr wolle er nicht sagen.

Michael Billen, Aufsichtsratschef der Flugplatz GmbH, sprach von einer hervorragenden Sitzung. Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm, will aber keinen großen Flughafen mehr in Bitburg: Er hat für die nächste Gesellschafterversammlung beantragt, über die Auflösung der GmbH und die Aufgabe des Geschäftszwecks der fliegerischen Nutzung abzustimmen.

Dafür bedarf es jedoch der Zustimmung Lamparskis, der rund 40 Prozent der Gesellschaftsanteile besitzt. Landrat Streit geht davon aus, dass es am Flugplatz zu einer Hängepartie kommt. Er baut aber darauf, dass Lamparski nicht dauerhaft in der Lage sein wird, die Verluste der GmbH zu tragen. Seit 2002 hat die Gesellschaft rund eine Million Euro Verlust gemacht, für die größtenteils der Steuerzahler aufgekommen ist.