WOLSFELD: Halbe Million Euro für die Grundschulen im Bitburger Land

WOLSFELD : Halbe Million Euro für die Grundschulen im Bitburger Land

Im Rahmen des Programms „Digitalpakt Schulen 2019 bis 2024“ soll eine halbe Million Euro in die Grundschulen im Bitburger Land investiert werden.

Die grüne Tafel ist ein Auslaufmodell. Zwar ist sie nach wir vor noch in den meisten Klassenzimmern vorhanden, doch wird sie nach und nach durch interaktive Whiteboards, also digitale Tafeln, abgelöst. Viele Grundschulen hinken dieser Entwicklung noch hinterher. In der VG Bitburger Land soll sich das nun ändern. In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Schulen, Jugend und Kultur beschlossen, in die digitale Infrastruktur zu investieren.

Knapp über 500 000 Euro sollen in den kommenden Jahren in die Ausstattung der insgesamt zehn Grundschulen fließen. Im kommenden Jahr sollen dafür zunächst vor allem Tablets angeschafft werden. Vorgesehen ist dabei ein Sockelbetrag von 15 000 Euro pro Schule sowie weitere rund 409 Euro pro Schüler. Für die VG ist der Anteil dabei recht überschaubar. Investiert wird dabei nämlich im Rahmen des von Bund und Ländern gemeinsam vereinbarten Förderprogramms „Digitalpakt Schulen 2019 bis 2014“. Der Anteil der VG beträgt somit lediglich 10 Prozent. Unterm Strich kostet die VG die digitale Grundausstattung ihrer Schulen also gerade mal 50 000 Euro.

Mit der Anschaffung allein ist es aber nicht getan. So wurde im Rahmen der Schulausschusssitzung seitens einiger Mitglieder auch auf die Notwendigkeit von entsprechend ausgebildetem Personal hingewiesen. Dieses müsse den Schulen sowohl bei der Einführung als auch bei technischen Problemen helfen. Wie der Ausschussvorsitzende Rainer Wirtz dazu erklärte, arbeite die VG derzeit mit drei externen IT-Experten zusammen und das funktioniere auch sehr zuverlässig. Zu überlegen sei nun, ob man diese Zusammenarbeit weiter aufrechterhalte oder aber selbst einen Informatiker einstelle, der sich darum kümmere.

Letzteres wäre für Jan-Henning Syrbe, Leiter der Grundschule Rittersdorf, der falsche Ansatz. „Wir sollten weiter dezentral vorgehen und bei diesen drei externen Partnern bleiben, da diese sich auch bereits an den Schulen auskennen“, meint Syrbe. Darüber hinaus begrüßt der Schulleiter die Investitionen im Rahmen des Digitalpakts: „Diese Maßnahme nicht zu unterstützen, wäre ein gewaltiger Fehler.“

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