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Hallenbad in Prüm im Kurcenter ab 2. Januar 2023 geöffnet

Wiedereröffnung : Hallenbad Prüm: Endlich wieder Badespaß statt Bauarbeiten

Zuerst war es die Pandemie, dann ein Feuer, und schließlich das Hochwasser. Fast drei Jahre lang hatte das Kurcenter-Freizeitbad geschlossen. Anfang 2023 geht es endlich wieder los. Was bis dahin noch zu erledigen ist.

Im Prümer Hallenbad ist auch an einem Dienstagmorgen unter der Woche viel Betrieb. Badegäste sind es aber nicht, die sich dort tummeln, sondern Arbeiter. Sie bringen die Technik im Keller und auf dem Dach des Bades sowie die Schwimmhalle auf Vordermann. Schließlich soll das Bad am 2. Januar 2023 wieder öffnen – nach fast drei Jahren Zwangspause.

Viele Schicksalsschläge für Hallenbad in Prüm

Denn das Bad im Kurcenter Prüm hatte gleich drei Mal Pech. Zuerst war es die Corona-Pandemie. „Am 12. März 2020 war der letzte Schwimmbadtag. Am 13. wäre eigentlich ein Benefizschwimmen gewesen“, erinnert sich Rainer Raskopp, Betriebsleiter der beiden Prümer Bäder. Aber da war schon geschlossen. Im Herbst 2020 sollte es im Hallenbad wieder losgehen. Im September, kurz vor der Öffnung, brach jedoch ein Brand aus. Das Bad blieb zu. Der Schaden in Höhe von mehreren 100.000 Euro wurde behoben. Dann kam der Juli 2021 und mit ihm die Flut.

„In der Schwimmhalle hat eigentlich alles ganz gut ausgesehen. Aber dann bin ich zum Keller gegangen. Da stand das Wasser bis zur Türklinke“, erinnert sich Rainer Raskopp, als er jetzt, anderthalb Jahre nach der Katastrophe, die Treppe zum Keller hinuntersteigt. An den Wänden ist das bis heute noch zu erkennen, dunkle Ränder heben sich von der weißen Farbe ab.

Fast alles war nach Hochwasser im Juli 2021 kaputt

Die Räume unter dem Kurcenter sind voll mit verschiedenen Geräten und Rohren. Denn damit die Gäste im Bad ihren Spaß haben können, braucht es viel Technik. Zum Beispiel, um Wasser und Räume zu heizen oder Chlor zu dosieren. Pumpen, die das Wasser aus den Becken zu den Filtern und neues Wasser wieder in die Becken bringen. Lüftungsanlagen. Elektrik. „Das war alles Schrott“, sagt Rainer Raskopp. Nur die Gehäuse der Filter für das Beckenwasser waren noch zu gebrauchen.

Mehr als eine Million Euro Schaden, und viel Arbeit im „Herz des Schwimmbads“, wie es der Betriebsleiter nennt. „Wir hatten viele Firmen, einheimische und welche von außerhalb, die gesagt haben, wir fangen direkt an. Aber das Material hat gefehlt. Das ist schon frustrierend, wenn du Firmen hast, die hier arbeiten wollen, aber es geht nicht.“ Deshalb hat es letztendlich fast anderthalb Jahre gedauert, bis das Bad wieder öffnen kann.

Welche Arbeiten vor der Eröffnung des Bads noch anstehen

Bis dahin gibt es noch einiges zu erledigen. „Ganz viel Elektro“, sagt Raskopp. Vor Weihnachten sollen die Arbeiten aber abgeschlossen sein. Um den 17. bis 19. Dezember herum werden die Becken gefüllt. „Das wird circa drei Tage dauern.“ Dann wird geheizt. Zwischen Weihnachten und Neujahr muss die Feinabstimmung der Geräte gemacht werden, damit alles zusammen so funktioniert, wie es soll.

Und dann, am 2. Januar, geht es wieder los. Endlich. Es waren lange Jahre, nicht nur für die Badegäste, sondern auch für Rainer Raskopp und sein Team. Zu diesem gehören außer ihm noch drei Mitarbeiter. „Meine Leute haben eigentlich seit drei Jahren den Blaumann an“, sagt er. Sie haben bei den Arbeiten im Bad mitgeholfen, waren aber zum Beispiel auch im Impfbus und an der Corona-Teststelle tätig. „Irgendwas mussten wir ja auch machen. Aber wir freuen uns jetzt einfach darauf, unserem Kerngeschäft nachgehen zu können.“

Wie geht es am 2. Januar im Prümer Hallenbad los?

Anfang kommenden Jahres soll es wieder direkt zu 100 Prozent losgehen, mit allem, was vor der Schließung möglich war. Das Badewasser wird übrigens auch erst einmal genauso warm sein wie zuvor. Energie wird an anderer Stelle gespart. Außerdem verbraucht das Bad nicht nur Erdgas, sondern bezieht auch Biogas aus einem Blockheizkraftwerk. Im Januar sollen auch die Kinderschwimmkurse zügig wieder starten, und etwa Mitte Januar die Kurse der Volkshochschule.

In der Schwimmhalle hat sich für die Badegäste nicht viel geändert. „Wir haben an manchen Stellen etwas aufgehübscht“, sagt Raskopp. Zum Beispiel mit Pflanzen dekoriert, oder kaputte Fliesen im Kinderschwimmbecken erneuert. Von außen verrät nur eine große Lüftungsanlage auf dem Dach, deren kleineres Vorgängermodell im Keller vom Hochwasser erwischt wurde, wie viel Arbeit nötig war. Das gastronomische Angebot ist jedoch anders: Die neuen Pächter des Bistros Katamaran (der TV berichtete) bereiten dort nicht nur Fingerfood, sondern auch Pizza, Pasta und weitere Speisen zu, sie wollen zudem Frühstück anbieten.

Die ab 2. Januar geltenden Öffnungszeiten des Bads sowie die Preise werden in Kürze auf der Homepage (www.schwimmbad-pruem.de) veröffentlicht. Gutscheine können jetzt schon gekauft werden (ebenfalls über die Homepage).

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mit dem Betriebsleiter im Keller und auf dem Dach des Prümer Hallenbads