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Hallschlag fehlt die Halle

Hallschlag fehlt die Halle

Große Sorgen haben derzeit die Hallschlager Vereine: Weil der bisherige Veranstaltungsraum verkauft werden soll, ist nicht sicher, ob sie im kommenden Jahr ihre Feste ausrichten können - damit drohen große finanzielle Einbußen. Sport-, Theater- und Karnevalsverein suchen daher mit Hochdruck nach Alternativen.

Hallschlag. Ein Abschied für immer? In diesem Jahr fand das Hallschlager Oktoberfest möglicherweise zum letzten Mal im Saal Igelmund statt. Der Grund: Das Gebäude steht zum Verkauf, und es ist nicht abzusehen, ob ein Käufer den Saal auch weiterhin den Vereinen für Veranstaltungen zur Verfügung stellt, oder ob er nicht doch andere Pläne mit der ehemaligen Gaststätte hat.

Klar ist: Fällt der Raum als Veranstaltungsort für die Vereine weg, haben die zahlreichen Vereine aus Hallschlag und dem Nachbarort Scheid ein großes Problem, denn es gibt derzeit keine adäquate Alternative. "Wir haben zwar unser Dorfgemeinschaftshaus", sagt Hallschlags Ortsbürgermeister Hans-Jürgen Breuer, "aber für Veranstaltungen wie das Oktoberfest oder Theateraufführungen ist es nicht geeignet." Denn in der ehemaligen Schule gibt es keine Bühne und keinen Raum, der für Veranstaltungen mit mehr als 200 Menschen ausgelegt ist.

Geradezu existenzbedrohend ist die Situation für den Hallschlager Karnevalsverein. "Für uns ist das eine Katastrophe", sagt der Vorsitzende Wolfgang Küpper, "und das betrifft nicht nur den Karneval, sondern auch die Aufführungen vom Theaterverein, der drei Aufführungen im Jahr hat." Der alte Saal habe Flair gehabt und sei für die Veranstaltungen ideal gewesen, sagt Küpper. Auch der Sportverein ist dringend auf einen geeigneten Veranstaltungsort angewiesen. "Wir sind in der Spielgemeinschaft Schneifel, die in der Bezirksliga spielt, und müssen dafür natürlich auch einen finanziellen Beitrag leisten", sagt der erste Vorsitzende Thomas Klarhöfer. Dazu wurde vor vielen Jahren das Oktoberfest ins Leben gerufen, das in diesem Jahr zum 22. Mal stattfand. "Auf diese Einnahmen sind wir angewiesen. Deshalb muss das Fest auch im nächsten Jahr stattfinden", sagt Klarhöfer. Derzeit ist man auf der Suche nach einem passenden Raum. Zwar könnte man auch ein Festzelt mieten, "aber die Mehrkosten hierfür würden unsere Einnahmen halbieren", sagt Klarhöfer.

Auch die Gemeinde ist auf der Suche nach einer Lösung. Ortsbürgermeister Breuer hat vor allem das ehemalige Zitterwälder-Gelände im Blick. "Dort gibt es Hallenabschnitte, die man für Veranstaltungen benutzen könnte." Man müsse sich auf jeden Fall auf Gemeindeseite unterhalten, was man jetzt tun könne. "Das Vereinsleben muss auf jeden Fall lebendig bleiben", sagt Breuer, "denn es ist ein wichtiger Faktor für unsere Gemeinde." Auch Klarhöfer meint: "Ohne Veranstaltungsort geht ein großes Stück Dorfkultur verloren."