Stadtentwicklung in Mötsch: Handwerker geben im Jugendheim in Mötsch Gas

Stadtentwicklung in Mötsch : Handwerker geben im Jugendheim in Mötsch Gas

Nachdem es bei der Ausschreibung der Arbeiten Verzögerungen gab, geht es nun im hohen Tempo weiter. Bis Herbst 2020 soll der Umbau abgeschlossen sein.

Heiko Jakobs zeigt sich zuversichtlich. „Wenn die Handwerker jetzt weiter so draufhalten wie sie begonnen haben, können wir den Zeitverlust wieder wettmachen“, sagt der Ortsvorsteher in Mötsch.

Im Frühjahr haben die Arbeiten zum umfangreichen Umbau des Jugendheims begonnen. Mit viel Eigenleistung haben die Mötscher nach der Entrümpelung einen Teil der Installationen demontiert und sich an der Deckenverkleidung und den Innenwänden zu schaffen gemacht (der TV berichtete). Danach sollten dann zeitnah die Handwerksbetriebe loslegen. Doch daraus wurde nichts.

„Wir hatten erst mal eine Zwangspause“, sagt Jakobs und verweist auf Verzögerungen durch Formalitäten beim Ausschreibungsverfahren. Und auch die Ausschreibung selbst ist dann nicht so gelaufen wie geplant. Weil es zwischen der Kostenschätzung des Planers und den eingereichten Angeboten zum Teil extrem hohe Preisunterschiede gab, wurden die Pläne etwas überarbeitet und fünf Gewerke erneut ausgeschrieben. Zwischenzeitlich wurden neue Angebote eingereicht, die in der jüngsten Sitzung des Stadtrats beschlossen wurden. Insgesamt wurden 17 Aufträge erteilt.

Momentan laufen die Arbeiten auf Hochtouren. „Wir haben die Handwerker bei fast allen Gewerken im Einsatz“, sagt der Ortsvorsteher. Zudem seien zwischenzeitlich auch noch weitere ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet worden. Erklärtes Ziel der Mötscher ist es, durch Eigenleistung und Spenden rund 50 000 Euro zum Projekt beizusteuern.

1,55 Millionen Euro soll die Neugestaltung des Jugendheims, das in den 1960er Jahren errichtet und Mitte der 90er zuletzt umgebaut wurde, kosten. Die Stadt Bitburg steuert 811 000 Euro zu dem Projekt bei, weitere 600 000 Euro fließen aus Mitteln der Dorferneuerung und die restlichen 140 000 Euro werden über das Leader-Programm abgedeckt.

Neben einer komplett barrierefreien Gestaltung des Jugendheims stehen auch umfangreiche Brandschutzmaßnahmen an. Zudem wollen die Mötscher auch mehr Raum für Begegnung schaffen. Der Haupteingang wird verlegt, der Bistro-Bereich vergrößert.

Darüber hinaus soll das Gebäude energetisch saniert werden. Allein dadurch sollen pro Jahr 10 000 Euro an Energiekosten eingespart werden.

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