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Hauptschule schließt, Grundschule bleibt stabil

Hauptschule schließt, Grundschule bleibt stabil

Die Hauptschule in Waxweiler wird geschlossen, der Grundschulzweig bleibt jedoch bestehen (TV von Dienstag). Kollegium und Elternbeirat haben sich deshalb am Montagabend über die Möglichkeiten eines Ganztags-Angebots informiert.

Waxweiler. (fpl) Am Ende des laufenden Schuljahrs ist Schluss: Zum Sommer 2010 wird der Hauptschulzweig in Waxweiler geschlossen, weil zu wenige Kinder angemeldet wurden. Die Grundschule ist indessen nicht gefährdet, wie die stellvertretende Schulleiterin Sandra Bormes klarstellt: "Ich denke, dass wir hier einen gesicherten Standort haben. Wir haben eine gesunde Einzügigkeit."

Etwa 100 Kinder besuchen die vier Jahrgangsstufen der Grundschule. Demnächst vielleicht auch nachmittags: Die derzeit noch neun Lehrer und der Elternbeirat prüfen die Möglichkeiten eines Ganztagsangebots. Die Schule richtete dazu am Montag einen ersten Informationsabend aus mit dem Referenten Christian Linden, Konrektor der Ganztags-Grundschule Hillesheim.

Die eventuelle Einrichtung einer Ganztagsschule (GTS) sei keine Reaktion auf das Ende der Hauptschule, sagt Sandra Bormes. "Die Grundschule bleibt erhalten, ob GTS oder nicht. Das Kollegium sieht einfach erweiterte pädagogische Möglichkeiten am Nachmittag."

Nur zwei Anmeldungen für das laufende Schuljahr



Wie gestern bereits berichtet, gibt es an der Hauptschule Waxweiler bereits keine fünfte Klasse mehr, weil zum Schuljahr 2009/2010 nur zwei Kinder angemeldet wurden. Insgesamt gehen in den vier weiteren Jahrgangsstufen noch 30 Kinder und Jugendliche zur Hauptschule. "Es ist leider Gottes wirklich so", sagt die stellvertretende Schulelternsprecherin Gisela Trapp. "Da kann man probieren, was man will, es nützt nichts."

Man hätte gewiss gern weitergemacht, sagt Sandra Bormes. "Aber nicht mit den Zahlen. Ich kann so keinen ordnungsgemäßen Unterricht machen. Wir können uns ja keine Schüler aus den Rippen schneiden. Und vom Himmel fallen sie auch nicht."

Die verbleibenden Kinder und Jugendlichen sollen nach den Sommerferien 2010 an andere Schulen wechseln, infrage kommen dafür die Einrichtungen in Neuerburg, Prüm und Bleialf.