Haushaltsposten auf dem Prüfstand

Nicht nur der Haushalt stand auf der Tagesordnung des VG-Rates. Auch die jüngste Entscheidung der ADD in Trier, die Hauptschule in Schönecken zu schließen, und die Anbindung Prüms an den Eifel- und Ardennensteig waren Thema im Rat.

Prüm. (ch) 12 300 Euro pro Jahr will die Verbandsgemeinde Prüm in den kommenden drei Jahren in die Anbindung an den Eifel- und den Ardennensteig investieren. Zumindest werden diese Summen erst einmal im Haushalt veranschlagt. Denn um die Landesförderung für die Wanderweg-Anbindung zu bekommen, ist eine nachhaltige Vermarktung und Betreuung der Wege eine Voraussetzung. Weil diese Summe aber auch VG-Chef Aloysius Söhngen recht hoch angesetzt schien, ist dieser Haushaltsposten erst einmal auf drei Jahre angesetzt und soll dann überprüft werden. "Wandern ist unser wichtigstes touristisches Potenzial", sagte Söhngen zur Begründung der Investition. Weil die Wege nun mal nicht direkt durch Prüm oder Schönecken verliefen, müsse man diese Anbindungen schaffen und entsprechend vermarkten. Mit dieser Aufgabe soll die Eifel Tourismus GmbH betraut werden.

Kritik kam von Birgit Nolte-Schuster (SPD): Insgesamt 36 900 Euro in drei Jahren seien sehr viel Geld für einen untergeordneten "1b-Wanderweg", bei dem nicht klar sei, ob er funktioniere. Man müsse die Vorteile aus der Landesförderung für die Anbindung mit den daraus resultierenden Kosten abwägen. Unter Umständen sei es günstiger, die Anbindung auf eigene Rechnung - etwa in Zusammenarbeit mit dem Eifelverein - herzustellen, so dass man nicht verpflichtet sei, in den nächsten drei Jahren so viel Geld auszugeben.

Mathilde Weinandy (CDU) dagegen verteidigte die Investition. In drei Jahren habe man einen Erfahrungswert. Die jetzt angesetzten Summen seien kein Freifahrtsschein und müssen nicht ausgegeben werden. "Die Verwendung muss nachgewiesen werden", sagte Söhngen. Nur was wirklich verbraucht werde, werde abgerechnet. Söhngen zeigte sich aber überzeugt, dass der Weg funktionieren werde.

Zur Sprache kamen auch die schlechten Nachrichten vom vergangenen Freitag, als die ADD das Ende der Hauptschule in Schönecken verkündet hatte. "Außerordentlich bedauerlich" sei diese Entscheidung, so Söhngen. Er kündigte an, die Ministerin anzuschreiben. "Ob es was nützt, weiß ich nicht, aber ich hätte zumindest gerne eine Begründung", sagte Söhngen.

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