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Havarierter Sattelzug: Alles steht, nichts geht mehr auf der B 51

Havarierter Sattelzug: Alles steht, nichts geht mehr auf der B 51

Der starke Schneefall am Donnerstagmorgen hat den Straßenverkehr in der Region erheblich beeinträchtigt. Auf der B 51 zwischen Bitburg und Trier standen etliche Fahrer im Stau, weil ein havarierter Sattelzug die Straße versperrte. Auch auf anderen Straßen kam es zu Unfällen.

Bitburg. Es bewegt sich - nichts. Ein Lastwagen reiht sich hinter den anderen. So stehen die Fahrzeuge stundenlang bei Neuhaus, bei Hohensonne, bei Windmühle im weißgrauen Dunst dieses Donnerstagvormittags.
Wer irgendwie kann, wendet und versucht es über Nebenstraßen und Schleichwege Richtung Bitburg. Selbst manche Lkws setzen einmal quer über die Fahrbahn und die Doppellinie zurück und drehen. Auch Fahrzeuge, die in Richtung Trier wollen, biegen lieber reihenweise auf einen mit dicker Schneeschicht bedeckten Feldweg ab. Wer doch geradeaus fährt, den führt der Weg mitten in die Auto-Kolonne, die gerade kreuz und quer den Trierer Berg hinunterrutscht.Zwischendurch ein paar Meter


Es ist ein richtig dicker Stau auf der Bundesstraße 51. Nur zwischendurch geht es mal für ein paar Meter zwischen Trier und Helenenberg voran, dann stehen alle wieder. Die Wetterverhältnisse zwingen den ein oder anderen Fahrer dazu, am Straßenrand anzuhalten.
Aber Hauptursache für den Riesenstau ist vor allem ein Unfall: Gegen 8 Uhr, sagt Uwe Konz, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier, sei "ein Lkw quergeschlagen". Dem Fahrer sei nichts geschehen, aber der Wagen versperre die Fahrbahn in beide Richtungen.
Der Sattelzug aus Spanien ist bei Helenenberg ins Schleudern geraten und in den Graben gerutscht. Der Tank riss auf und Dieselkraftstoff lief aus. Der Auflieger aber stellte sich quer über die Fahrbahn, weshalb kein Durchkommen mehr möglich ist. Die Bergung des Fahrzeugs dauert: Denn die Anfahrt des dazu nötigen Kranwagens gestalte sich, wie Konz sagt, ebenfalls schwierig. Hinzu komme, dass auch die Nebenstraßen vielerorts dicht seien - wegen des Wetters und wegen der Autofahrer, die von der Bundesstraße abfahren, um sich über die Dörfer durchzuschlagen. Also stehen viele Lastwagen einfach weiter. Gegen 16 Uhr kann die Fahrbahn wieder freigegeben werden.

In der Zwischenzeit nimmt die Polizei weitere kleinere Unglücke auf: Zwischen 7 und 8.35 Uhr, sagt Heinz Hoffmann von der Inspektion Bitburg, seien bei den Beamten sieben Meldungen eingegangen, "allerdings alles nur Blechschäden".
In einigen Orten rutschten Autos ab, stießen zusammen, schlitterten in den Graben oder gegen Straßenschilder, unter anderem in Badem, Neidenbach, Wiersdorf oder zwischen Enzen und Nusbaum. Auf der A 60 geriet ebenfalls ein Lkw in den Graben (siehe Extra). Auch nach der Bergung des Sattelzugs am Mittag - erledigt wurde das mithilfe des dafür angeforderten Spezialkrans - ist die B 51 an dieser Stelle zunächst nur einspurig befahrbar, weil die Straßenmeisterei weiterhin damit beschäftigt sei, das Öl aufzufangen, wie die Polizei Trier mitteilt. So lange müsse auch noch mit weiteren Beeinträchtigungen gerechnet werden. Der Verkehr rollt erst nachmittags wieder.Extra

Auf der B 265 bei Prüm rutschte ein Sattelzug in den Graben. Der Auflieger ragte quer über die Straße, größere Fahrzeuge konnten die Stelle nicht passieren. Beim Zusammenstoß zweier Wagen in Prüm wurde eine Fahrerin leicht verletzt. Bei Heckhuscheid rutschte ein Linienbus in den Graben, Fahrgäste waren nicht an Bord. Auch die PI Daun verzeichnete eine Reihe von Unfällen: Auf der L 28 zwischen Steinborn und Kirchweiler kam eine junge Fahrerin ins Schleudern, ihr Wagen überschlug sich, sie blieb unverletzt. Während der Bergung rutschte kurz darauf ein Kastenwagen an beinah gleicher Stelle in den Graben. eib/fpl Plötzlicher Schnee, viele Unfälle