Heimspiel auf Schloss Weilerbach

Heimspiel auf Schloss Weilerbach

Der Autor Günther Thömmes war auf Schloss Weilerbach zu gast. Dort las er aus seinem Roman "Der Bierzauberer" .

Weilerbach. (red) Nicht nur weil er selber aus Bitburg stammt und seine stolzen Eltern unter den Zuhörern saßen, war seine Lesung für den Krimiautor Günther Thömmes auf Schloss Weilerbach ein echtes Heimspiel. Auch seine Deutschlehrerin Marlen Meyer freute sich, ihren ehemaligen Schüler begrüßen dürfen, und der Moderator des Abends, der in Bitburg lebende Literaturwissenschaftler Klaus-Peter Walter, hatte bei der Entstehung des Romandebüts - wenn auch in bescheidenem Maße - als Berater fungiert.

Zunächst skizzierte Klaus-Peter Walter jedoch in einer kurzen Einführung das Weltbild des ich-bezogenen, materialistischen und höchst diesseitigen Gegenwartsmenschen, das sich fundamental vom eher kollektivistischen Weltbild des jenseitsorientierten mittelalterlichen Menschen unterscheidet.

Dann las Günther Thömmes, der in Bitburg den Beruf des Mälzers und Brauers erlernt hat, querschnittartig verschiedene Kapitel aus seinem Erstlingswerk, das reiche Kenntnis des Brauwesens und der Geschichte des Mittelalters mit einer spannenden Kriminalgeschichte verbindet im 13. Jahrhundert spielt.

Im Kloster Urbrach erlernt der junge Niklas aus Hahnfurt das Bierbrauen. Seine berufliche Karriere, in denen er die Brautechnik immer weiter verbessert, führt ihn dann unter anderem für einige Jahre nach Bitburg, schließlich aber weiter nach Köln.

Immer wieder muss er sich seines übel wollenden und am Ende wahnsinnigen Feindes Bernard von Dauerling erwehren, den er erst als alter Mann in einem gefährlichen Duell besiegen kann.

Zum Abschluss des gelungenen Abends gab Günther Thömmes noch ein kurzes Kapitel aus seinem nächsten Werk zum Besten, das 200 Jahre später spielt und in dem Nachfahren der Figuren aus "Der Bierzauberer" auftreten werden.

Musikalisch abgerundet wurde die Lesung mit schwungvollem Swing, dargeboten von Gaby Wollsiffer am Klavier und Diana Rösch an der Klarinette.