Herforster sind den Römern auf der Spur

Herforster sind den Römern auf der Spur

Geologen haben im Flurbereich Wolfsheck der Gemeinde Herforst nach Spuren römischen Lebens gesucht. Nun werden die Ergebnisse untersucht und dokumentiert.

Herforst. Spaziergänger im Flurbereich Wolfsheck der Gemeinde Herforst werden sich in den letzten Wochen gefragt haben, warum wohl die beiden Quads mit seltsamen Anhängern die einzelnen Felder abfahren. Es waren Geologen eines Instituts für Archäologische Prospektion aus Wien, die auf einem Gebiet von etwa 30 Hektar Fläche eine geophysikalische Prospektion durchführten.
Dabei wird durch modernste geomagnetische Messungen und Bodenradarverfahren der Boden "durchleuchtet", um anhand der gewonnenen Messdaten einen genauen Überblick über die Art und Ausdehnung dort im Boden möglicherweise vorhandener römischer Überreste, zum Beispiel Töpferöfen oder zugehörige Gebäude, zu erlangen. Dabei sind die Geologen an mehreren Stellen fündig geworden. Die geophysikalische Prospektion im Flurbereich Herforst ist Teil eines Forschungsprojektes zum römischen Töpferbezirk im Speicherer Wald, das die Landesarchäologie Trier und das Landesmuseum Trier in Zusammenarbeit mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz betreuen.
"Wir können als Gemeinde froh sein, Teil dieses Projektes zu sein, weil es weitere Einblicke in unsere Frühgeschichte bringt. Die Ergebnisse der Prospektion werden nun von dem Geologenteam ausgewertet, genau kartiert und in einem wissenschaftlich fundierten Bericht festgehalten. Daraus ergeben sich mögliche weitere Schritte im Rahmen des Forschungsprojektes", findet Ortsbürgermeister Werner Pick.
Sobald der Gemeinde die genauen Ergebnisse der Bodenuntersuchungen vorlägen, würde man diese gerne vorstellen und darüber berichten. red