Herren der Tasten in Aktion

Herren der Tasten in Aktion

Zur Eröffnung des Bitburger Klavierwettbewerbs haben die Pianisten Wolfgang Klesius und Tobias Schmitz im Haus Beda ein Konzert an zwei Flügeln geben. Das war der gelungene Auftakt zum diesjährigen Wettbewerb, denn die Zuschauer spendeten den Künstlern viel Beifall.

Bitburg. Wenn Kinder im Takt zu Franz Schuberts Fantasie mit Füßen wippen, wenn sie ihre Fingerübungen in die Luft malen, dann kann man wohl von einem gelungenen Konzertabend sprechen.
Bis in den Vorraum des großen Saals saßen die Zuhörer im Haus Beda, um die Klänge des Klavierduos Wolfgang Klesius und Tobias Schmitz zu verfolgen. Mit einem Programm von Romantik bis hin zu Rock und Pop ist das Duo erstmals öffentlich aufgetreten. Wie sehr sie damit die Sehnsucht vieler Musikliebhaber erfüllt haben, war an den Gesichtern der Besucher des Klavierkonzerts abzulesen. "Normalerweise haben wir rund 250 Zuhörer bei unserem Eröffnungskonzert", sagte Kulturamtsleiter Herbert Fandel und eilte weiter, um noch zusätzliche Stühle aufzutreiben. Denn um kurz vor 19 Uhr hatte sich eine lange Menschenschlange am Haus Beda gebildet. Rund 350 Zuhörer wollten sich den Auftritt nicht entgehen lassen. "So etwas habe ich noch nicht erlebt", freute sich Fandel über die große Resonanz. Als der Kulturamtsleiter von den Plänen seiner beiden Klavierlehrer der Kreismusikschule Wind bekam, überredete er sie, das diesjährige Eröffnungskonzert zu gestalten. "Darf es auch ein bisschen mehr sein?" lautete der Name des Programms und die Zuschauer beantworteten diese Frage einmütig mit "Ja". "Mir hat die Kombination aus Romantik, Impressionismus und Expressionismus sehr gut gefallen", sagte der Zuhörer Martin Schössler nach dem Konzert. Er war nach eigenen Angaben begeistert. Gut anderthalb Stunden spielten die beiden Künstler. Danach klatscht das Publikum minutenlang.
Während der Geburtstagsfeier von Klesius fing damals alles an. Schmitz kam als Gast und verabschiedete sich mit dem Wissen, einen musikalischen Partner gefunden zu haben. "Wir haben während meines Geburtstages zum ersten Mal gemeinsam gespielt", erinnert sich Klesius zurück. Damals wurde klar, dass die fruchtbare Zusammenarbeit kein einmaliges Intermezzo bleiben durfte.

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