TV-Wandertag: Herrliche Aussichten beim TV-Wandertag

TV-Wandertag : Herrliche Aussichten beim TV-Wandertag

Da ist für jeden was dabei: Fünf Strecken gibt es am 16. September rund um Malberg – und jede Menge Programm.

Unterwegs in und um Malberg heißt es am Sonntag, 16. September. Dann lädt der Trierische Volksfreund zum Wandertag in die Eifelgemeinde ein. Fünf Strecken werden markiert: Von der Gemeindehalle aus können, je nach Wanderfreudigkeit, zwischen 3,3 und 20 Kilometer erkundet werden.

Dass „kleiner“ keineswegs automatisch „schlechter“ bedeutet, wissen vermutlich die Kinder am besten. So ist es auch mit der kürzesten der Wanderrouten, die insbesondere für Kinder gedacht ist. Denn auf diesen 3,3 Kilometern verbirgt sich einiges: Bei einem Rätselspiel gilt es, die Geheimnisse des „kleinen Ritters Kuno“ zu entdecken. Der Namensgeber für die „Ritter Kuno-Tour“ hat auf seinem Weg entlang der Kyll einige Spuren hinterlassen. Wer findet sein Schwert oder seine versteckte Schatztruhe?

Auf erfolgreiche Rätsel-Wanderer warten an der Gemeindehalle kleine Belohnungen. Anschließend bieten sich dort viele weitere Gelegenheiten zu gemeinsamem Spiel und Spaß. Ab 13 Uhr beginnt das Kinderprogramm. Mit dabei ist unter anderem: die TV-Hüpfburg, Kinderschminken, und es besteht die Möglichkeit, mit Hilfe von Künstler „Wuffa“ (Wilfried Becker) sein eigenes Bild auf eine Leinwand zu malen.

Wälder, Felder, Höhenzüge – die weiteren Wanderstrecken punkten mit abwechslungsreicher Landschaft. Aufstiege werden stets belohnt, denn an beeindruckenden Aussichtspunkten mangelt es nicht. Im Norden führen zwei Schleifen über die Höhenzüge und den Ortsteil Mohrweiler. Hier besteht gleich mehrfach Gelegenheit, Postkartenmotive mit dem Malberger Schloss zu betrachten.

Die einfachere der beiden Routen ist die „Schöne-Aussichten-Tour“, die über eine Länge von 12,3 Kilometer führt. Hier sind die Anstiege noch gut zu meistern – festere Schuhe wären dennoch sinnvoll. Nur im ersten Abschnitt muss eine gewisse Steigung  bewältigt werden, die aber aufgrund ihrer  Länge die Höhenmeter langsam nimmt. Auf dem Bergrücken rund um Mohrweiler angelangt, warten dann allenfalls noch kleine Hügelkuppen.

Etwa auf der Hälfte der Strecke wird die Verpflegungsstation „Eisenmännchen“ erreicht. Erfrischende Getränke und herzhafte Stärkungen werden dort angeboten. Auch stehen Toiletten bereit. Der Name „Eisenmännchen“ bezieht sich auf ein Kreuz, das hier in eine  Buche eingewachsen war. Es war zur Erinnerung an einen katholischen Priester angebracht worden, der laut Überlieferung während des Dreißigjährigen Kriegs an diesem Ort umgebracht wurde. Heute greift eine Gedenkstehle mit Texttafel diese Ereignisse auf. Das einst im Baum verwachsene Kruzifix ist dort ebenfalls eingearbeitet.

Die Verpflegungsstation können auch die Wanderer auf der „Höhen- und Täler-Tour“ nutzen. Ihr Weg führt zwar in einigen Teilen parallel zur „Schöne-Aussichten-Tour“ und teilt auch die Stellen mit den Panoramablicken. Doch wie der Name „Höhen und Täler“ schon anklingen lässt, geht es hier  anspruchsvoller zu. Festes Schuhwerk wird für die 19,9 Kilometer empfohlen. Ein Beispiel, warum sich die gesteigerte Mühe lohnt, ist das ehemalige Kloster St. Thomas. Zwar erblickt man auch auf der kürzeren Route das Ensemble der früheren Abtei von oben. Die „Höhen- und Täler-Tour“ führt jedoch in das gleichnamige Dorf hinab und eröffnet so die Gelegenheit, den malerischen Klostergarten zu erkunden.

Der zweite Teil der Wanderstrecken führt in die Gegend südlich von Malberg. So lenkt die „Kylltal-Route“ die Schritte der Wanderer auf 16,3 Kilometern zumeist parallel zum Fluss. Einige Steigungen sind aber ebenfalls mit eingebaut – auch hier empfiehlt sich festeres Schuhwerk. Dafür wird man ebenso wie bei den Nord-Touren auf den Höhen mit Ausblicken belohnt. Vom Aussichtspunkt „Wilsecker Linde“ eröffnet sich beispielsweise eine einzigartige Perspektive auf die Kyllburger Stiftskirche. Zwei Liegebänke laden dort zum Entspannen und Genießen ein.

Für die fünfte Strecke haben sich der TV und die Malberger Vereine etwas Spezielles ausgedacht: Die „Bollerwagen-Tour“ lädt zum Wandern mit Vehikel im Schlepptau ein. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Vom Ziehkarren für die Vatertagstour bis zum dekorierten Motivwagen – möglichst bunt würde es den Veranstaltern am besten gefallen. Die Strecke führt über befestigte Wege und Straßen und ist 6,4 Kilometer lang.

Vom Aussichtspunkt Wilsecker Linde hat man einen einmaligen Blick auf die Stiftskirche in Kyllburg. Foto: Martin Recktenwald
Von diesem Aussichtspunkt gibt es einen wunderbaren Blick auf St. Thomas: Die Zehn- und die 20-Kilometer-Route führen an dieser Stelle vorbei. Foto: Martin Recktenwald
Ein Bismarck-Denkmal wollten die Kyllburger nicht: Statt des Vorschlags der preußischen Regierung haben sie 1886 lieber eine Mariensäule aufgestellt. . Foto: Martin Recktenwald
Religiöse Begleiter, wie dieses Wegkreuz nahe Mohrweiler, säumen immer wieder die Strecke. Foto: Martin Recktenwald

Alle Wanderungen können natürlich auf eigene Faust begonnen werden, Schilder mit Farbcodes markieren die einzelnen Routen. Aber es besteht auch die Möglichkeit zu geführten Touren: Morgens um 9.15 Uhr laden Wanderführerinnen und -führer von der Gemeindehalle in Malberg aus zum gemeinsamen Marschieren ein.