"Herzlichkeit und Freundlichkeit" lautet das Motto

DARSCHEID. Das dritte Azubi-Happening stand unter dem Motto "Herzlichkeit und Freundlichkeit bringt uns im Beruf sehr weit". Eifeler Auszubildende und Praktikanten in Küche und Service hatten sich einen Monat lang darauf vorbereitet.

 Auszubildende und Praktikanten zeigten beim Azubi-Happening in Kuchers Landhotel, dass sie Verantwortung schon tragen können.Foto: Angelika Koch

Auszubildende und Praktikanten zeigten beim Azubi-Happening in Kuchers Landhotel, dass sie Verantwortung schon tragen können.Foto: Angelika Koch

Das Gourmet-Restaurant und die Eifelstube von Kuchers Landhotel standen ganz im Zeichen der Farbe Rot: Riesige Herzen als Deckenschmuck, Speisekarten in Herzform und kleine glitzernde Steinchen in Herzform als Tischdekoration umrahmten das Fünf-Gang-Menü, das die drei Auszubildenden, die Praktikanten Alex Jaffar und Aron Lohberg und Stefanie und Florian von der Familie Kucher nach vierwöchiger Vorbereitungszeit in Perfektion den Gästen präsentierten. Besonders stolz ist der zwei Abende lang vom Chefsessel "vertriebene" Martin Kucher, dass nicht nur Stammgäste aus Nordrhein-Westfalen eigens angereist waren, um die Leistungen der Nachwuchskräfte zu erleben, sondern dass rund die Hälfte der Schlemmer aus dem eigenen Dorf kamen. Mehr als 100 Feinschmecker wollten wissen, was künftige Meisterköche und Servicefachleute zu bieten haben. Das Motto "Herzlichkeit und Freundlichkeit bringt uns im Beruf sehr weit" hatten sich die Auszubildenden Julia Eisenring (Service, erstes Lehrjahr), Sven Molitor (Küche, zweites Lehrjahr) und Julian Hauth (Küche, drittes Lehrjahr) selbst ausgesucht. "Wie wichtig das in der Gastronomie ist, haben wir schon als Erfahrung verbucht", schilderte Julian Hauth die Notwendigkeit der Serviceorientierung in einem Restaurant, "auch wir Köche gehen in den Gastraum, um mit den Gästen in Kontakt zu sein." Das junge Team hatte das Azubi-Happening gestaltet - von der Kalkulation über die Auswahl der Speisen bis zu den Details der Dekoration, den Einladungen und der Öffentlichkeitsarbeit. Auch das Engagement der Musiker Christian Michels, Sascha Löhr und Benjamin Hein, die das Ereignis mit Klassik und Popsongs an Klavier und Gitarre begleiteten, war Sache der Teenager vom Fach. "Es ist ein ganz anderes Lebensgefühl, mal die Führung zu haben", sagten alle sechs Nachwuchskräfte, "so ein Happening unterstützt unsere Selbstständigkeit und bestärkt uns noch mehr in unserem Berufswunsch." Lediglich am ersten Abend gab es Lampenfieber, am zweiten war schon mehr Lockerheit möglich. Vom Amuse gueule bis zum Dessert lief alles perfekt, und wer die Feinabstimmung der Aromen bewundern konnte, bedauerte, dass die zukünftigen Küchenchefs und Restaurantfachleute ihr Glück nach dem Ende der Lehrzeit wohl zunächst nicht der Eifel erhalten bleiben: "Die müssen dann raus in die Welt und in die großen Häuser, auch international", sagt Kucher. Kuchers Landhotel gilt mittlerweile in der Branche als eine der besten Adressen für die Ausbildung: Beim ersten vom Verband der Köche Deutschlands ausgeschriebenen Wettbewerb "Top-Ausbilder des Jahres", der mehrere Sparten umfasst und zu dem 128 Teilnehmer aus ganz Deutschland ("leider kein weiterer Kollege aus der Eifel") angetreten waren, ist das Darscheider Restaurant unter den ersten zehn platziert. Beim Bundesentscheid des Rewe-Wanderpokals kam Sven Molitor jetzt als Jüngster auf den vierten Platz bei 16 Teilnehmern, nachdem er den Regionalentscheid gewonnen hatte (der TV berichtete). "Das ist ein Super-Ergebnis", sagt Ausbilder Martin Kucher.

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