Hilfe für Afghanistan

BITBURG. (red) Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) setzt auch 2006 seine medizinische Hilfe für die ländliche Bevölkerung in Afghanistan fort und stattet in den kommenden Monaten 50 Gesundheitsstationen im ganzen Land mit 300 Gesundheitspaketen aus.

Sie enthalten medizinisches Material wie Verbände und Spritzen sowie Medikamente wie Anti-Malaria-Tabletten, Infusionen und Vitamine. In den Gesundheitsstationen werden jedes Jahr rund 800 000 Menschen behandelt. Die Ausstattung wird vom Auswärtigen Amt mit 130 000 Euro unterstützt. 25 Jahre Krieg haben in Afghanistan dazu geführt, dass das Gesundheitssystem fast vollständig zusammengebrochen ist. "Die Situation von Frauen und Kindern ist besonders schlimm", sagt Marianna Knirsch, Leiterin der Hilfe des DRK für Asien und Nahost. Alle 30 Minuten stirbt eine Frau an Komplikationen während der Schwangerschaft. 25 Prozent der Kinder erreichen das fünfte Lebensjahr nicht. Die Basisgesundheitsstationen, die das DRK ausstattet, werden vom Afghanischen Roten Halbmond betrieben. Das DRK ist seit 1988 in Afghanistan aktiv. Zu seinen Aufgaben gehören derzeit die Finanzierung von Hilfsgütern wie Zelte und Decken, der Betrieb und die Weiterentwicklung von Armenhäusern zur Versorgung von obdachlosen Familien sowie die Bereitstellung von Medikamentensets für die Basisgesundheitsstationen. Das Rote Kreuz ist mit knapp 50 internationalen Mitarbeitern in Afghanistan tätig. Sie arbeiten eng mit dem Afghanischen Roten Halbmond zusammen. So sichert die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung eine langfristige Hilfe für die notleidende Bevölkerung in Afghanistan. Für die weitere humanitäre Hilfe in Afghanistan bittet das DRK um Spenden: Deutsches Rotes Kreuz, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ: 370 205 00, Konto: 414141, Kennwort: Afghanistan