1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Hilfe für die Jugendburg Neuerburg

Nach einer harten Saison durch Corona : Hilfe für die Jugendburg Neuerburg

Mit jeweils 10 000 Euro unterstützen die VG Südeifel und die Stadt die von den Corona-Sanktionen besonders hart getroffene Einrichtung.

(uhe) Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Schulbetrieb haben sich in den vergangenen Monaten nicht nur bei der Gestaltung des Unterrichts bemerkbar gemacht, sondern auch bei den Klassenfahrten.

Diese wurden nämlich nahezu komplett abgesagt. Was vor allem für die Beherbergungsbetriebe tragisch ist, für die Klassenfahrten die Haupteinnahmequelle sind. So wie im Fall der Jugendburg Neuerburg.

„Die Klassenfahrten machen bei uns gut 80 Prozent des Geschäfts aus“, sagt Sonja Krump, die gemeinsam mit ihrem Mann Volker Krump die Jugendherberge seit einigen Jahren betreibt. Doch mit den Corona-Sanktionen seien auch alle bereits bis Herbst gebuchten Klassenfahren storniert worden, erklärt Krump. „Und wir bekommen die Stornierungskosten auch nicht erstattet“, fügt sie hinzu.

Die wirtschaftliche Situation der Jugendburg ist also angesichts fehlender Einnahmen alles andere als gut. Um den kompletten Zusammenbruch des Beherbergungsbetriebs ein wenig abzufedern, haben der Neuerburger Stadtrat und auch der Rat der VG Südeifel in ihren jüngsten Sitzungen beschlossen, den Träger der Burg, den Bund Neudeutschland, finanziell mit einer Einmalzahlung zu unterstützen. Sowohl die Stadt als auch die Verbandsgemeinde steuern jeweils 10 000 Euro als Unterhaltungs- und Bewirtschaftungszuschuss bei.

Da der Träger auf die Einnahmen angewiesen sei, um die jährlichen Betriebskosten von rund 40 000 Euro zu decken, seien die nun zugesicherten 20 000 Euro genau wie die übrigen Spenden eine große Hilfe, sagt die Herbergsmutter. Gleichzeitig aber weist sie darauf hin, dass dieses Geld ja ausschließlich zur Unterhaltung der Burg diene. „Wir müssen uns mit unserer Familie auch weiterhin irgendwie durchschlagen“, betont  Krump, die nun darauf hofft, dass sich die Lage im kommenden Jahr wieder normalisiert.

„Grundsätzlich versuchen wir natürlich erst einmal, positiv an die Sache ranzugehen“, sagt sie. Durch die Rahmenbedingungen für künftige Klassenfahrten, werde das allerdings erschwert. So gebe es in einigen Bundesländern Vorgaben, wonach Schulen für das kommende Jahr vorerst nur dann Klassenfahren buchen dürfen, wenn diese auch bis zum letzten Tag vor der Anreise noch storniert werden können, erklärt Krump. „Das ist für uns nicht zu leisten.“