HILFE

Zum Bericht "Wer helfen möchte, hat es nicht immer so einfach, wie man denkt" (TV vom 27. Oktober):

Die Bereitschaft des Daleidener Bäckers und Unternehmers Winfried Schmitz Brot für Flüchtlinge zu spenden, ist positiv. Die Versorgung von vielen Hundert Flüchtlingen in den Aufnahmeeinrichtungen verlangt eine stringente Vorgehensweise der betreuenden Organisationen und der vor Ort tätigen Einsatzkräfte. In den Aufnahmeeinrichtungen, so auch in Bitburg, ist eine ausreichende Essenversorgung durch Catering-Unternehmen gesichert, die Essenversorgung ist vertraglich zwischen der ADD Trier und dem Cateringauftragnehmer geregelt. Eine zusätzliche Brot- und Backwarenzufuhr ist daher weder für die Flüchtlinge erforderlich noch für die Abläufe in der Einrichtung hilfreich. Letztlich würde eine Überversorgung auch zu einem Überfluss und damit auch zu inakzeptablen Lebensmittelabfällen führen. Wenn ein Bild von fehlender Bereitschaft oder fehlender Flexibilität beim DRK und den in der Flüchtlingseinrichtung Handelnden gezeichnet wird, so ist dies in Verkennung der notwendigen organisatorischen Vorgaben und Richtlinien ein unzutreffender Vorwurf. Wenn Brot und Backwaren abends nach Geschäftsschluss aus den Geschäftsregalen an die herstellende Bäckerei zurückgeführt werden müssen, dann gibt es für mich eine einfache Lösung: zu den Tafeln. Hilfsbedürftige gibt es leider genug - und hier kann Herr Schmitz sicher sinnvoll helfen. In diesem Zusammenhang muss ich auch mein Unverständnis darüber äußern, dass in Bitburg neben dem vom DRK für die Flüchtlinge eingerichteten "Kleiderladen", und der geordneten Ausgabe der vielen Kleiderspenden durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, jetzt auch noch eine zweite Kleiderkammer durch den katholischen Pfarrverband eingerichtet und betrieben wird. Warum bündelt man nicht die Kräfte? Das Ergebnis dieses Pluralismus oder besser dieses Aktionismus' werden wir alsbald in unseren Straßen und auf den Wegen sehen. Wolfgang Rieder, Bitburg (Rieder ist ehemaliger DRK-Geschäftsführer im Eifelkreis, Anm. der Red.)