Hilflos im eigenen Land?

Zum Bericht "Mainz schaltet sich ein" (TV vom 4. September):

Die Landtagsabgeordnete Monika Fink stellte die Frage: "Was will man da sonst machen? Wir können nur an die Amerikaner appellieren, denn wir sind ja alle nicht weisungsbefugt." Das ist eine Kapitulationserklärung unserer gewählten Volksvertreter. Wozu dann einen "Arbeitskreis Fluglärm" gründen, wenn ja doch nichts dabei herauskommt, weil man nicht weisungsbefugt ist.

Das amerikanische Militär ist Gast hier und kein Besatzer mehr. Es benutzt deutschen Luftraum für seine Übungsflüge. Dagegen hat niemand etwas, wenn die allgemein gültigen Regeln zum Tiefflug über bewohntem Gelände eingehalten werden. Seit zwei Jahren beobachte ich, dass Transportmaschinen sehr langsam und so tief dem Mosellauf folgen, dass man die Piloten erkennen kann. Man hat den Eindruck, sie würden zur Landung ansetzen, fliegen aber weiter die Mosel entlang.

Kinder erschrecken sich, haben Angst und stehen zum Teil zitternd da. Muss das sein? Müssen wir uns das in unserem freien Deutschland gefallen lassen? Früher fuhren die Franzosen mit Panzern zur Schulzeit über die bebende Cusanusstraße und verängstigten die Schulkinder, so dass manche Alpträume hatten. Wiederholt sich dieser Alptraum, weil sich unsere gewählten Volksvertreter nicht trauen, mal "Nein" zu den Forderungen der Amerikaner zu sagen und diesen Grenzen zu setzen?

Freie Menschen in einem freien Land haben auch das Recht, Regeln zum Miteinander aufzustellen, damit ein gutes Mitein ander möglich ist. Alle Flugzeuge müssen sich an die international geltenden Regeln zur Luftraumbenutzung halten, das gilt auch für "unsere Freunde", die amerikanischen Militärflieger.

Sabine Krämer

Bernkastel-Kues

FLUGLÄRM