HINTERGRUND

Römische Funde auf der Hammerwies Im Dezember 1999 gab es auf Anraten des Rheinischen Landesmuseums Trier eine von der Immobilientochter der Volksbank bezahlte "geomagnetische Prospektion" des Baugebiets "Auf der Hammerwies".

Auf Verdacht wurde einer der insgesamt neun Hektar untersucht. Gefunden wurde nichts. Daraufhin ließ das Museum seine Bedenken gegen eine Bebauung fallen. Wie sich jedoch im Oktober 2002 herausstellte, hatte man offenbar die Reste der schon 1873 einmal freigelegten, aber ihrer Lage nach nicht genau vermessenen römischen Villa bei der Voruntersuchung knapp verfehlt. Der Bagger war dann treffsicherer. Beim Bau der Trasse einer Erschließungsstraße kamen antike Mauerreste zum Vorschein. Die Erschließungsarbeiten wurden sofort gestoppt. Im Februar 2002 einigten sich Landesmuseum und Volksbank auf einen Kompromiss: Das Areal des 34 mal 23 Meter großen Herrenhauses sollte unbebaut bleiben. Betroffen von dem Fund waren 13 Baugrundstücke. Der Wegfall zweier Baugrundstücke und die durch die Verzögerungen entstandenen Kosten beziffert die Volksbank Bitburg auf 275 000 Euro, die das Land ersetzen sollte. Schließlich schloss man Anfang 2003 einen Vergleich. Das Land zahlte dem Investor 150 000 Euro. Über der römischen Villa befindet sich heute der Spielplatz des Baugebiets "Hammerwies". (dj)