HINTERGRUND

Ministerin fordertmehr Sicherheit Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen hat sich vor dem Hintergrund des Koblenzer Kindesmissbrauchs an alle Schulleitungen und Schulträger im Land gewandt: In einem zweiseitigen Schreiben bittet sie, alle örtlichen Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen "und nötigenfalls weitere zu veranlassen".

Dies gelte auch für den Toilettengang außerhalb der dafür vorgesehenen Pausenzeiten. Ahnen: Sicherheitsvorkehrungen hierfür müssen sich - wie auch bei anderen Sicherheitsfragen - nach den örtlichen Gegebenheiten richten. Solche Maßnahmen könnten zum Beispiel sein, während des Unterrichts nur eine sich im Gebäude befindliche Toilette aufzusuchen oder Schülern nur in Begleitung das Verlassen der Klasse während des Unterrichts zu erlauben. Präventiv wirken laut Ahnen besonders Projekte, die Kindern angemessenes Verhalten gegenüber Fremden lehren und zum "Nein-Sagen" ermutigen. "Im Rahmen einer Expertenrunde möchte ich mit Beteiligten nach weiteren Möglichkeiten suchen", verspricht die Ministerin. (mr)