HINTERGRUND

Verhaltensregeln Von zufälligen Bombenfunden wie im Bitburger Wald gehen für den Finder nicht zu unterschätzende Gefahren aus. Wie sollte man sich bei einem Bombenfund verhalten? "Das Kampfmittel darf unter keinen Umständen berührt werden", betont Horst Lenz, technischer Leiter des Kampfmittelräumdiensts in Trier.

Der Fund muss sofort der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden. Munition Munition, die heute noch gefunden wird, stammt überwiegend aus dem Zweiten Weltkrieg. Dabei kann es sich um während des Kriegs abgeworfene Bomben handeln, die beim Aufprall nicht explodiert sind, so genannte Bombenblindgänger. Sie liegen heute je nach Gewicht und Größe meist in 30 Zentimeter bis zwei Meter Tiefe. Es kann sich aber auch um Munition für Handfeuer- und Maschinenwaffen, Granaten oder Minen handeln, die bei Kriegsende von Soldaten oder Einheiten aufgegeben worden ist. Solche Munition wird nicht selten an verkehrsgünstigen Stellen in Flüssen und Seen gefunden. Clusterbomben Clusterbomben oder Streubomben werden von Flugzeugen abgeworfen, als Artillerie von Haubitzen verschossen oder mit Raketen abgefeuert. Sie platzen im Anflug auf und verstreuen über weite Gebiete ihre vielen etwa faustgroßen Minibomben, die direkt explodieren oder erst nach Berührung. (dj)