HINTERGRUND

Katholische Landvolkhochschule Kyllburg (KLVH) Jahrelang war das Haus, in dem zuletzt die KLVH untergebracht war, ein Krankenhaus. Am 12. Februar 1890 trafen die Schwestern aus dem Kloster Marienhaus in Waldbreitbach in Kyllburg ein.

Die Ordensschwestern und die Kyllburger Ärzte wirkten hier bis zum Jahre 1973. Die Franziskanerinnen bauten 1900 ein für die damalige Zeit großes und modernes Bettenhaus. Verwaltungsräume, Küche und eine Kapelle gehörten dazu. Im "alten" Gebäude, dem ehemaligen Wohnhaus des Apothekers Hess, waren Behandlungsräume und ein Operationssaal untergebracht, in denen die Kyllburger Ärzte die stationären Behandlungen durchführten. Später wurde ein weiteres Gebäude, die "Villa Westberg", vom Krankenhausträger übernommen. Nach einer Krankenhausreform dienten die Gebäude von 1968 bis 1973 als Erholungsheim. Dann verließen die letzten Franziskaner-Schwestern Kyllburg. Die Zeit des Krankenhauses war vorbei. Verhandlungen mit dem Bistum Trier über eine künftige Verwendung der Gebäude führten am 12. Mai 1973 zu dem Ergebnis: Die KLVH, die bisher im Bischöflichen Priesterhaus St. Thomas untergebracht war, wird nach Kyllburg verlegt. Nach umfangreichen Um- und Neubauten (Tagungs- und Speiseräume, moderne Küche, Gästezimmer, Lift) erfolgte am 10. August 1974 der Umzug auf den Kyllburger Stiftsberg. Am 24. September 1974 trafen die ersten Kursteilnehmer als Gäste in der Bildungsstätte des Bistums Trier ein. Weitere Umbauphasen und eine Generalsanierung erfolgten Anfang der 90er-Jahre. So konnte Direktor Josef Camp (1969-1993) seinem Nachfolger Rudolf Meyer im Oktober 1993 ein intaktes Haus übergeben. Das Ziel der KLVH war es, "…vor allem jungen Menschen eine Fortbildung zu ermöglichen, damit sie fähig werden, in verantwortungsbewusster Weise aus christlicher Sicht das öffentliche, kulturelle, politische und soziale Leben mit zu tragen". Bis Ende 2005 war die Katholische Landvolkhochschule ein Haus der Erwachsenenbildung mit Angeboten für alle Altersgruppen. Träger der Einrichtung war das Bistum Trier.