HINTERGRUND

1916 begann auf dem Espagit-Gelände in Hallschlag die Produktion von Sprengstoffen zunächst für den gewerblichen Bedarf, dann für die Rüstung im Ersten Weltkrieg. Damals waren vor Ort bis zu 2000 Menschen beschäftigt.

1920 wurden die Produktionsstätten bei einer Explosion fast völlig zerstört. Es gab mehrere unsachgemäße Ansätze zu Teilsanierungen.1988 stieg das Land Rheinland-Pfalz in die Sanierungsplanung ein.1992 wurde das Gebiet in Schutzzonen eingeteilt. Es begannen erste Räumungen und Bergung von kontaminierten Bodenmassen. Bis August 2003 wurden Randbereiche der stark belasteten C-Zone (17 Hektar), der so genannte Exotentrichter, die Umgebung eines Wohnhauses sowie eine belastete Fläche am Rügelbach tiefenentmunitioniert. Ein Großteil der B-Zone wurde mit Metallsuchgeräten und Sonden abgesucht und geräumt. Bis HEUTE wurden 6149 Granaten entsorgt, davon rund 500 kampfstoffverdächtig. Außerdem 5100 Kilo Sprengstoff, 36 000 Kilo Zündladungen, 340 Kilo Infanteriemunition und rund 55 000 Kilo Munitionsteile. Eine Fläche von 700 000 Quadratmetern wurde entmunitioniert, 650 000 Kubikmeter Erdreich wurden gesiebt und wieder eingearbeitet. (cus)