HINTERGRUND

Hans Heser, Mitglied der Bürgerinitiative, hat Jürgen Schaefers Vortrag nicht überzeugt. "Der viel gepriesene Schutzwald ist ein Krüppelwald aus Hecken und verbuschten Blumen. Nach dem Laubabwurf ist ohnehin keine Schutzwirkung gegeben", sagt Heser.

Weder das faktische Vogelschutzgebiet noch der "Orchideenstandort" würden berücksichtigt. Der Rat habe sein ureigenstes Interesse, den Tourismus im Luftkurort, nicht artikuliert. Die Abwasserfrage sei nicht besprochen worden. Ein Problem sieht Heser im Verkehr: "Die Dörfer entlang der Hauptroute der Transporter bis nach und durch Echternach ahnen nichts davon, was auf sie zukommt." Mitglieder der Initiative hatten am Vorabend der Sitzung ein Flugblatt an die Haushalte verteilt. Darin heißt es: "Die Irreler Bürgerinnen und Bürger verlangen ein angemessenes Mitspracherecht in dieser Sache!" Als Folgen nennen die Autoren unter anderem die Zerstörung eines höchst wertvollen und einmaligen Naturraums, unzumutbare Belästigungen durch Lärm, Staub, Geruch und Schwerlastverkehr sowie nicht absehbare Gesundheitsschäden. Das Flugblatt rief zum Besuch der Ratssitzung auf - mit Erfolg. (cus)