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Hippes Festival auf dem historischen Abteihof in Echternach

Musik : Hippes Festival auf dem historischen Abteihof in Echternach

Das Echternacher „festival echterlive“  feiert im Juli Premiere. Mit einem ganz neuen Konzept, das ein unkalkulierbares Risiko birgt.

Ein Jahr haben sich die Echternacher Zeit gelassen. Ein Jahr, in dem sie sich intensiv mit der  Zukunft des Festivals Echternach beschäftigt haben. „Ich bedaure die Pause“, sagt Stadtbürgermeister Yves Wengler. Aber das Nachdenken habe sich gelohnt.

Das Ergebnis mag manche überraschen: Denn aus dem ehemaligen, doch recht gediegenen Klassikfestival, das sich über eine ganze Saison hinzog, ist das viertägige Musikfest „echterlive“ geworden, das eher locker-flockig wirkt. So ziemlich alles haben die Echternacher am Konzept des Festivals geändert: Ort, musikalische Ausrichtung und Rahmenprogramm.

Statt Klassik gibt es nun Pop, Jazz und Soul, statt Sekt und Häppchen regionale Produkte und statt eines Konzertsaals Bühnen im Freien, und zwar auf dem Abteihof. Damit wollen Wengler und seine Mitstreiter einige, wie Wengler sagt, „Schwachpunkte des alten Festivals“ ausmerzen.  Zum  einen habe es keine richtige Festivalstimmung gegeben, da die Veranstaltungen „indoor“ stattgefunden hätten und das Ereignis sich über eine „zu lange Zeitschiene“ erstreckt habe. „Es war zu wenig Schwung drin“, sagt er. Den soll nun das neue Konzept von „echterlive“ bringen, das erstmals vom 11. bis 14. Juli ausprobiert wird. Unter dem Motto „Music – Art – Food“ wird es Kunst, Kulinarisches und Musik  auf dem Abteihof  geben – an allen Tagen schon tagsüber im „Food & Art Village“. Abends öffnet dann die Hauptbühne.  Dort werden bis Mitternacht Bands auftreten.

Zudem gibt es  jeden Abend eine Show mit Musik, Illuminationen und Video-Projektionen. Die Künstler nehmen die Zuschauer unter dem Titel „Glowing Memories“ mit auf eine Reise durch die Stadt Echternach, ihre Geschichte und Architektur.

Doch damit nicht genug. Die Organisatoren wünschen sich auch, dass die gute Stimmung sich auch an anderen Orten der Stadt verbreitet – nämlich in Cafés und Kneipen. Sie werden finanziell beim Engagement von Bands unterstützt.  Zudem sollen Musikgruppen durch die ganze Stadt ziehen und auf Straßen und Plätzen spielen.

Der Eintritt zum „Food & Art Village“ ist frei. Wer die Musik auf der Hauptbühne erleben will, muss einen Tagespass für  einen, zwei, drei oder vier Tage lösen.  „Das Festival soll zu einem wichtigen Rendezvous im Jahr werden“, wünscht sich Wengler.

 Mag den  Mix aus Pop, Folk, Jazz und Elektro: Anne Paceo.   
Mag den  Mix aus Pop, Folk, Jazz und Elektro: Anne Paceo.   Foto: Sylvain Gripoix_
 Meister des Soul und Pop: Donny McCaslin.
Meister des Soul und Pop: Donny McCaslin. Foto: tv/Jimmy Fontain

Trotz guter Planung bleibt ein Risiko: das Wetter. Keine Angst davor? „Nein“, sagt der Stadtbürgermeister, der sich als Wetterfrosch betätigt. „Höchstens an einem Tag, aber das können wir verschmerzen.“