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Hochwasser: Eifelkreis kämpft beim Land Rheinland-Pfalz für Ausrüstung

Kommentar : Abfuhr aus Mainz ist unverantwortlich

Bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 lief auf Landesebene nicht alles so vorbildlich, wie man es sich als Bürger wünschen würde. Selbst nach dem Rücktritt der Umweltministerin sind längst noch nicht alle Details zu Verantwortlichkeiten geklärt.

Dementgegen dürfen die Einsatzkräfte im Eifelkreis zurecht stolz darauf sein, alles gegeben zu haben. Wäre das mit einem teuren Wechsellader mit Allradantrieb und einer Nutzlast von 32 Tonnen besser gelaufen? Das können nur Experten beantworten. Und als solche dürfen die Einsatzkräfte im Eifelkreis, die nach dem Hochwasser vom Juni 2018 nun auch die Flut 2021 gemeistert haben, durchaus gelten. Wenn die sagen: Ein solches Fahrzeug kann im Zweifelsfall Leben retten, müssen Bürger wie Politiker dem vertrauen können, ebenso wie sie den Rettern vertrauen müssen, wenn sie auf deren Hilfe angewiesen sind. Was der Eifelkreis will, ist nicht mehr als jene Unterstützung, die er vom Land auch für ein anderes Fahrzeug bekäme. 60.000 Euro – nicht mehr und nicht weniger. Den Rest an Mehrkosten würde der Kreis selbst übernehmen. Die nächste Flut wartet nicht, bis die Landesregierung ihre Normen für Zuschüsse im Feuerwehrwesen geändert hat. Das hat der Eifelkreis erkannt. Schließlich könnte ein solches Fahrzeug, einmal vorhanden, auch in Nachbarkreisen eingesetzt werden. Das Land sollte dringend umdenken: 60.000 Euro für den Hochwasserschutz in der Eifel wären mehr als angemessen.

d.dettmer@volksfreund.de