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Hochwasser: Stihl spendet Viertelmillion, Hälfte kommt von Mitarbeitern

Eifel-Hochwasser : Stihl gibt viel: große Spende für Flutgeschädigte

Die Stihl-Beschäftigten haben nach dem Hochwasser viel Geld gesammelt für die Eifeler Kollegen, die von der Flut im Juli heimgesucht wurden: mehr als 125.000 Euro. Das Unternehmen hat die Summe verdoppelt. Und auch das Haus der Jugend Prüm erhält einen Teil davon.

Es ist eine sehr gute Nachricht, die am Dienstag aus der Stihl-Zentrale in Waiblingen eingeht: Mehr als 250.000 Euro stellt das Unternehmen für Geschädigte der Flut vom 14. Juli vergangenen Jahres zur Verfügung. Damit hilft man vor allem Kolleginnen, Kollegen und Ehemaligen des Magnesium-Druckguss-Werks in Weinsheim. Aber nicht nur ihnen allein.

Beschäftigte des Stihl-Stammhauses, teilt das Unternehmen mit, hatten bei der Aktion unter dem Motto „STIHLer helfen STIHLern“ 126.080 Euro für die geschädigten acht Kolleginnen und Kollegen und vier Rentner des Eifeler Werks gesammelt. Das Unternehmen verdoppelte anschließend den Betrag auf 252.160 Euro.

Der Stihl-Vorstand Personal und Recht, Michael Prochaska: „Die enorme Hilfsbereitschaft unserer Mitarbeitenden beweist, dass Solidarität in unserem Familienunternehmen mehr als nur ein Wort ist. Es ist großartig zu sehen, dass wir mit der Spende den betroffenen Kolleginnen und Kollegen in Prüm und Umgebung helfen können."

Das Eifeler Werk war zwar von der Flut nur geringfügig betroffen, allerdings wurden Grundstücke, Häuser und Wohnungen mehrerer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschädigt.

 Unter Wasser: Das Prümer Haus der Jugend (links am Bildrand) am Donnerstag, 15. Juli. Im Hintergrund: der fortgeschwemmte Bus.
Unter Wasser: Das Prümer Haus der Jugend (links am Bildrand) am Donnerstag, 15. Juli. Im Hintergrund: der fortgeschwemmte Bus. Foto: Stadt Prüm

Rund 1.500 Beschäftigte beteiligten sich an der Spendenaktion, die vom Unternehmensvorstand und dem Gesamtbetriebsrat ins Leben gerufen worden war.

Den acht Beschäftigten und vier Rentnerinnen und Rentnern aus dem Werk in Weinsheim kommen auf diese Weise insgesamt 189.700 Euro aus den Spenden zu Gute. „Wir wissen, dass wir mit den Spendengeldern nur einen Teil der Schäden wiedergutmachen können“, sagt Hartmut Fischer, der Geschäftsleiter des Weinsheimer Werks. Trotzdem sei auch er überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Neben der großen Spendenbereitschaft der Belegschaft sei auch für den Einsatz der Stihl-Spendenkommission zu danken, die für eine möglichst schnelle und unkomplizierte Verteilung des Gelds sorgte.

Einen Teil des Spendenbetrags erhielt das Haus der Jugend in Prüm: Dort hatte das Wasser das Erdgeschoss geflutet, auch der Kleintransporter der Einrichtung wurde zerstört. Den Wiederaufbau des Hauses unterstützt Stihl jetzt mit 62.460 Euro.

„Wir sind sehr dankbar, dass wir in dieser schweren Zeit nicht alleine gelassen werden“, sagte bei der Scheckübergabe Stadtbürgermeister Johannes Reuschen. Mit dem Spendengeld „können der Wiederaufbau beschleunigt und dringend notwendige Instandsetzungsarbeiten vorgenommen werden – ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung der Katastrophe“.