Höhe der Landesförderung für Eissporthalle noch offen

Höhe der Landesförderung für Eissporthalle noch offen

Mehr als eine Million Euro soll in die Sanierung der Eissporthalle Bitburg investiert werden. Mit wie viel Geld sich das Land an dem Projekt beteiligt, wird voraussichtlich erst im Oktober bekannt.

Bitburg. (uhe) Mit dem Dach allein ist es nicht getan. Auch wenn das der Grund ist, warum die Eissporthalle in Bitburg im vorigen Februar für eine Woche schließen musste. Statiker hatten nämlich befürchtet, das Hallendach könne unter der Schneelast zusammenbrechen, weshalb die Stadt auf Nummer sicher ging und mitten in der Saison den Betrieb ruhen ließ. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde klar, dass die Dachkonstruktion der 28 Jahre alten Eissporthalle erneuert werden muss.

Allein das würde nach einer ersten Schätzung fast eine Million Euro kosten. Doch weil in der Freizeiteinrichtung seit ihrer Eröffnung in den frühen 80er Jahren kaum etwas geändert und erneuert wurde, stehen nun neben der Sanierung des Dachs weitere Posten im Maßnahmenkatalog. So sollen auch der Außenbereich, der Boden neben der Eisfläche, die Bande, das Kassensystem, die Heizung sowie eventuell auch der Eishobel, also das Gefährt, mit dem das Eis geglättet wird, erneuert werden, erklärt die zuständige Sachbearbeiterin der Stadt, Sonja Mutsch.

"Damit wäre die Halle wieder für die nächsten 15 bis 20 Jahre fit", fügt Mutsch hinzu, die mit Gesamtkosten von rund 1,3 Millionen Euro rechnet. Inwieweit diese grob geschätzten Kosten den tatsächlich zu erwartenden Ausgaben entsprechen, soll jetzt ein Ingenieurbüro ermitteln, das im Auftrag der Stadt einen Plan für den Umbau erstellt.

Dieser Plan ist, wie Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels erklärt, Voraussetzung für eine Förderung seitens des Landes. Zwar wurde in Mainz bei einem Gespräch mit Innenminister Karl Peter Bruch vor zwei Monaten bereits finanzielle Unterstützung zugesagt, doch nach wie vor ist offen, mit wie viel Geld sich das Land beteiligen wird.

Sollten die Umbaupläne rechtzeitig eingereicht werden, so wäre nach Aussage Kandels im Oktober mit einem Bescheid aus Mainz zu rechnen. Fest steht aber in Bitburg, dass es angesichts der dortigen Haushaltslage mit den üblichen 40 bis 50 Prozent Zuschuss schwer sein dürfte, das Vorhaben wie geplant umzusetzen.

Aufgrund der Tatsache, dass es in Trier auch keine Eissporthalle mehr gibt und das Einzugsgebiet der Einrichtung in Bitburg deshalb mit rund 48 000 Besuchern pro Jahr weit über die Grenzen des Eifelkreises hinaus reicht, hoffen die Verantwortlichen in Bitburg nun, dass das Land Rheinland-Pfalz deutlich mehr als die Hälfte der Kosten übernimmt.