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Höhere Nachfrage in Corona-Zeiten: Dorfladen Neidenbach gut aufgestellt

Versorgung auf dem Land : Höhere Nachfrage in Corona-Zeiten: Dorfladen gut gerüstet

Mehr Kunden, mehr Bedarf an Frischeprodukten: Das gilt derzeit für viele Dorfläden. In Neidenbach hat man das Problem gelöst – mit einer neuen Kühltheke.

(red/utz) Auch im Neidenbacher Dorfladen hat sich durch die Corona-Krise einiges verändert. Denn trotz aller Neuerungen, die durch Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen auch auf den Dorfladen zukamen, sagt Karin Müller vom Dorfladen, dass ihr Geschäft besser laufe als vorher. „Es sind Menschen, die lieber zu uns kommen, als in die großen Geschäfte zu gehen, sie scheuen den Kontakt mit zu vielen Menschen auf einmal“, erklärt sie. Zudem hätten zahlreiche neue Kunden ihr Geschäft aufgesucht.

Allerdings habe sich das Kaufverhalten geändert, da viele Menschen mehr kauften als  vorher.  „Vor allem ist die Nachfrage nach Frische-Produkten gestiegen“, sagt sie. Schließlich habe man ja  frische Brot- und Backwaren, Wurst- und Fleischwaren, Käse, Obst und Gemüse. „Und was ich nicht habe, organisiere ich irgendwie“, ergänzt sie.

Das Einzige, was bisher fehlte, war eine  neue Kühltheke, damit man Frische-Produkte entsprechend lagern kann. Und in Zeiten von Corona und der damit verbundenen  höheren Nachfrage wurde der Wunsch immer dringlicher.

Nun ist er in Erfüllung gegangen. Aus einer Soforthilfe des Innenministeriums wurde die Kühltheke angeschafft, und Müller kann den Vorrat an Frische-Produkten aufstocken. „Innerhalb kürzester Zeit wurde unser Antrag bewilligt und die Auszahlung der Soforthilfe angewiesen“, sagt Monika Bach, Vorsitzende des Dorf-Fördervereins Neidenbach. Ortsbürgermeister Edwin Mattes, der sich 2015 für die Errichtung des Dorfladens stark gemacht hatte, freut sich ebenfalls. Er hatte eine Gruppe von ehrenamtlichen Helfern organisiert, die bei der Aufstellung der 250 Kilo schweren Theke mit anpackten.

Das ist aber nicht alles: In Neidenbach gibt es noch mehr Hilfe für Menschen, die unter der Corona-Krise leiden. Der Sportverein VFL Neidenbach sowie Edith Densborn vom Dorf-Förderverein haben den Liefer- und Bringdienst wiederaufleben zu lassen. Damit werden die gefährdeten und älteren Bürger mit den Einkäufen versorgt.

Übrigens: Vielen Dorfläden im Land geht es genauso wie dem in Neidenbach. Wie das Innenministerium mitteilt, erweiterten derzeit viele ihr Sortiment und die Verkaufswege, stießen aber an die Grenzen der vorhandenen Lagerkapazitäten. In solchen Fällen greifen sie laut Ministerium auf die Soforthilfe zurück, um zusätzliche Abstellmöglichkeiten zu schaffen.