"Ich habe einen wunderschönen, heiteren Beruf"

"Ich habe einen wunderschönen, heiteren Beruf"

Priester, Lehrer - und seiner Heimat verbunden: Der aus Schüller (VG Obere Kyll) stammende Hugo Finken feiert sein "Berufsjubiläum". Seit 1970 wirkt er als Seelsorger in Daun. Im TV-Gespräch erinnert sich Finken an Stationen seines Lebens.

Daun/Schüller. "Meine Berufung zum Priester war kein Augenblickserlebnis, sie ist gewachsen", erklärt Hugo Finken. Seit er als junger Mann das Theologiestudium ins Auge gefasst habe, sei der Gedanke "ich möchte versuchen, ein guter Priester zu werden und zu sein", immer in seinem Herzen gewesen. Maßgebend sei ohnehin nicht der eigene Wille, sondern der Wunsch der Kirche, die Frage des Bischofs. "Und dazu habe ich Ja gesagt."Hugo Finken sagte vor 50 Jahren Ja - vor Gott, vor Bischof Matthias Wehr und vor einer großen Zahl von Gläubigen, die sich am 4. August 1957 zur Weihe von 23 jungen Priestern im Trierer Dom versammelt hatten. Aus der Eifel fuhr seinerzeit ein Sonderzug nach Trier. Denn unter den Weihekandidaten waren allein fünf aus dem damaligen Dekanat Hillesheim. Finken wurde 1931 als viertes von fünf Kindern in Schüller geboren, sein Vater war Sandformer in der Gießerei in Jünkerath, zu Hause gab es eine kleine Landwirtschaft. Studium in Trier

Finken studierte in Trier Theologie. Eine Woche nach der Priesterweihe fand in Schüller die Primiz statt. "Hujo, vajäß Schüller net!", habe ihm der damalige Ortsbürgermeister ans Herz gelegt. Hugo Finken hat Schüller nicht vergessen: Er war beteiligt an der Herausgabe der Ortschronik, und er feiert dort, wo noch drei seiner Geschwister mit ihren Familien leben, auch einen Dank- und Festgottesdienst zum goldenen Priesterjubiläum. Nach einem halbjährigen Pastoralkurs nach der Priesterweihe wurde Finken 1958 Kaplan in Koblenz in der Zentralpfarrei Herz-Jesu mit 10 000 Katholiken. Sein Geschick im Umgang mit Jugendlichen "bescherte" ihm 1961 die Verpflichtung als Religionslehrer des Gymnasiums und Leiter des Internats in Münstermaifeld. 1970 wurde der Priester Religionslehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium (GSG) in Daun. Seit 1999 ist er Seelsorger im Regina-Protmann-Haus."Ich habe nie bedauert oder bereut, dass ich Priester geworden bin", erklärt Finken. "Ich habe einen wunderschönen, heiteren Beruf, in dem ich Menschen begegne, die sich mit mir freuen, mit denen ich leide, die mit mir ringen." Säulen seines Priesterlebens seien "unser zuverlässiger, liebender Gott" und "die Gewissheit, dass ich das, was ich tue, nicht allein zu verantworten habe". Ein Dankgottesdienst beginnt am Samstag, 4. August, 9 Uhr, in der Kapelle des Regina-Protmann-Hauses in Daun. Am Sonntag, 5. August, folgt um 10.30 Uhr in der Thomas-Morus-Kirche in Daun ein Dankamt. Das Dankamt in der Pfarrkirche Schüller ist am Sonntag, 12. August, 10 Uhr.